Die Kamera von Jürgen Scriba ist ein besonderes Exemplar. Dass sie "zwei Tonnen" wiegt, darüber wird man gleich am Eingang der Ausstellung informiert. Wie bitte, zwei Tonnen? Ja, denn Scribas Lichtbildapparatur ist, etwas zugespitzt gedacht, sein Auto. Der Fotograf hat nicht einen mehr oder weniger kleinen Kasten vor sich, er sitzt mitten im Kasten, und der Sucher hat nicht bloß eine Diagonale von wenigen Zentimetern, sondern umfasst die Dimensionen einer Windschutzscheibe. Aufs Zielobjekt geschwenkt wird diese "Kamera" nicht mittels Rumpfdrehung, sondern durch das Lenken des Fahrzeugs. Was Jürgen Scriba da betreibt, wie anders wäre es zu bezeichnen denn als "Road Photography"?
Fotografie