Manche Debatten nerven, und die vier Teilnehmer der Talkrunde „Neue Solidaritäten oder jüdisch-muslimische Leitkultur?“ im Abraxas sind sich sicher: Das Gerede von der Leitkultur, die ohne deutschnationale Folklore nicht zu denken sei, und die penetrante Forderung, sich zu integrieren, gehören dazu. „Integration“ in Deutschland sei das Gegenteil von Multikulti, sie sei ein Kampfbegriff. Sie lasse keinen Raum für das Eigene, könne erst recht die radikale Fixierung auf die eigene Herkunft und damit Abschottung auslösen. Integration entspreche dem deutschen Wunsch nach Harmonie, und die setze größtmögliche Einheitlichkeit voraus.
Feuilleton regional