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Oper-Premiere: „Pelléas et Mélisande“: Das blaue Kleid behält sie bis zuletzt

Oper-Premiere

„Pelléas et Mélisande“: Das blaue Kleid behält sie bis zuletzt

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    Als Mélisande (Cathrin Lange) schon stirbt, dringt Golaud (Dong-Hwan Lee) noch immer in sie: Ist es zwischen seinem Bruder und ihr zum Äußersten gekommen?
    Als Mélisande (Cathrin Lange) schon stirbt, dringt Golaud (Dong-Hwan Lee) noch immer in sie: Ist es zwischen seinem Bruder und ihr zum Äußersten gekommen? Foto: A.T.Schaefer/Theater Augsburg

    Familie kann ein ungemütlicher Ort sein, manchmal eine regelrechte Hölle. Ende des 19. Jahrhunderts begann man, unter den Mantel des bis dahin tunlichst Verschwiegenen zu blicken. Auch Maurice Maeterlinck streift das Thema in seinem Drama „Pelléas et Mélisande“ (1893), in dessen Vordergrund eine Eifersuchtstragödie steht. Die Regisseurin Yona Kim schält nun in einer Neuinszenierung den thematischen Strang der prekären Familie heraus aus dem Stück und verknüpft es mit dem Motiv weiblicher Selbstbehauptung. Am Theater Augsburg hat sie sich „Pelléas et Mélisande“ vorgenommen – nicht das Schauspiel, sondern die gleichnamige Oper von Claude Debussy, welche Maeterlinck einst nach dem Wortlaut vertonte.

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