Wer die Orchestermusik des Barocks, der Klassik, Romantik und Klassischen Moderne liebt, der befasst sich natürlicherweise auch mit den Zelebritäten, die diese Musik beleben, vermitteln, dank Handwerk und Genialität hier mitreißend, dort tief fühlend zu gestalten wissen. Aus dem Blickwinkel geraten dabei schnell jene Dirigenten, die anderes im Sinne tragen, die andere Funktionen und Aufgaben erfüllen – aber dennoch hingebungsvoll im Moment und beharrlich auf Dauer der Sache Musik dienen – und dabei auch Bedeutendes, ja Großes außerhalb des Kegels medialer Scheinwerfer vollführen. Mancher Kapellmeister, der aus Überzeugung die sogenannte Provinz mit Seele versorgt, ist dafür ein Beispiel – und mancher Barockspezialist auf den unterschätzten Seitenpfaden der Musikgeschichte. Und ein Beispiel – auf pädagogischer Ebene – ist Bernd-Georg Mettke, der seit 43 Jahren das Orchester der Universität Augsburg dirigiert – stets auf Gratwanderung zwischen dem musikalisch gerade noch Machbaren und der Erwartung an eine künstlerisch gültige Realisation.
Abschied