Wenige Takte nur brauchen die Streicher der Capella St. Anna, um unter der Leitung von Johannes Eppelein eine schier unglaubliche Sogwirkung zu erzielen. Dann setzt der Madrigalchor bei St. Anna ein mit einem zarten „Selig sind die Leidtragenden“ und erzeugt das erste Gänsehautgefühl, für das das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms steht. Ein „Requiem“ zwar, aber anders als die nach dem katholischen Messtext geschriebenen von Mozart oder Verdi eben mit eigens von Brahms aus der Bibel ausgewählten Worten in deutscher Übersetzung. „Ein deutsches Requiem“ nannte der Komponist deshalb auch sein subjektives siebenteiliges Werk, das nach mehreren Teilaufführungen 1869 uraufgeführt wurde.
Augsburg
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren