Ausgerechnet eine Fahrkarte nach Shanghai bot den im Deutschen Reich verfolgten Jüdinnen und Juden zeitweilig die einzige Chance zur legalen Ausreise, ausgerechnet in eine Stadt, die von dem mit Nazideutschland verbündeten Japan besetzt war. Die wenig bekannte Geschichte der 20.000 in die chinesische Hafenstadt Geflüchteten wird derzeit in der Ausstellung „Nähen, um zu überleben“ im Textil- und Industriemuseum aufgearbeitet. Aus den Erinnerungen von Zeitzeugen, die der US-Wissenschaftler und Ausstellungs-Kurator Kevin Ostoyich zusammengetragen hat, ist außerdem ein Theaterstück entstanden. Augsburger Schülerinnen und Schüler der Gymnasien Maria-Ward und Rudolf-Diesel bringen es nun in deutscher Übersetzung ein erstes Mal auf die Bühne.
Augsburg
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