Die Subkultur wird in ihrer Bedeutung für Stadt und Gesellschaft oft gerne stiefmütterlich behandelt, und auf den ersten Blick scheint für die Breite der Bevölkerung verlässlicher Nahverkehr und ausreichendes Kinderbetreuungsangebot wichtiger als die Möglichkeit, in einem kleinen Club eine kroatische Hardcore-Band zu sehen. Doch wäre es fatal, eine Notwendigkeit gegen die andere auszuspielen. „Einen Ort zu haben, an dem man sich treffen kann, ist gar nicht so banal, wie es klingt“, sagt Julian Riegel. Damit rennt er bei Johanna Reski offene Türen ein: „Das größte Problem, das wir gerade haben, ist die massive Vereinsamung von Leuten und die gleichzeitig wachsende Dogmatik einschlägiger Algorithmen. Wenn es Orte gibt, an denen sich Menschen über ein verbindendes Element - in unserem Fall Musik - austauschen können, sind außer Rassismus und Sexismus viele Dinge plötzlich verhandelbar. Man kommt in einen Austausch, der essenziell für eine funktionierende Demokratie ist“.
Subkultur
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