Das "Sommer am Kiez"-Festival machte an seinem ersten Wochenende (16. bis 18. Juni) das Gaswerk zur Kaffeefahrt der grauen Metal-Fraktion aus den 80ern (Freitag) und zum Treffen der Punkrock-Abschlussklassen der 90er-Jahre (Samstag). Am Sonntag sah das Gelände aus wie bei einer Groundation – so werden in der Rastafari-Kultur kommunale Treffen genannt, bei denen der Diskussion, dem Cannabiskonsum und der Musik gefrönt wird. Angesichts der tropischen Temperaturen zogen am Nachmittag viele das Gespräch auf Batikdecken im rar gesäten Schatten dem Tanz vor. Trotz der Vorbehalte der Bayerischen Staatsregierung schmuggelte sich hier und da ein wenig Kraut in die Selbstgedrehten, und Musik gab es in allen Klängen der karibisch gefärbten Bassmusik des neuen Jahrtausends.
Festival in Augsburg