„Jakob Bamberger hat nie aufgehört zu boxen.“ Das sagt die Schriftstellerin Tine Rahel Völcker und Respekt schwingt mit, wenn sie vom Leben des Sportlers erzählt. Jakob Bamberger, geboren 1913 in Ostpreußen, Sohn eines Pferdehändlers. Mit 20 Jahren steigt der Junge in den Boxring, zeigt großes Talent mit den Fäusten, 1934 steigt er sogar auf in die deutsche Kernmannschaft für Olympia. Aber Bamberger stammt aus einer Familie von Sinti. Aus einer geächteten, gejagten Volksgruppe. Der Boxer will noch fliehen, doch Nazis deportieren ihn in das KZ Dachau. Sie prügeln ihn zur Zwangsarbeit. KZ-Ärzte nehmen ihn zum Opfer für Versuche, malträtierten ihn mit Meerwasser als Trinkwasser. Sein Leidensweg führt bis ins KZ Buchenwald – wo er 1945 den Tag der Befreiung erlebt.
Staatstheater Augsburg
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