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Große Zeit der Ausgelassenheit: Daniel Biskups Fotos von der Loveparade

Ausstellung

Die große Zeit der Ausgelassenheit: Daniel Biskup dokumentiert die Loveparade

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    Gib mir deine, dann geb ich dir meine: Freizügigkeit war stets Kennzeichen der Loveparade.
    Gib mir deine, dann geb ich dir meine: Freizügigkeit war stets Kennzeichen der Loveparade. Foto: Daniel Biskup

    Wenn die vermeintlichen Hüter des Untergrunds persönlich werden, muss wohl ein Weltbild ins Wanken geraten sein. „Schaut auf diese Stadt, was er angerichtet hat / Dr. Motte, verrotte!“, so zeterte die Berliner Punkband Terrorgruppe im März 2000, wenige Monate, nachdem sich auf der Loveparade rund um die Siegessäule im Tiergarten 1,5 Millionen Menschen unter dem Motto „Music is the key“ in Ekstase getanzt hatten. Ob ihr Motiv die Ablehnung kommerzieller Musik oder ein Hauch von Neid war, sei dahingestellt. Es hat jedenfalls gerade mal eine Dekade gebraucht, dass aus einer subkulturellen Bewegung, die sich so provisorisch wie halblegal in Leerständen der frisch wiedervereinigten Metropole entwickelte, ein Massenphänomen wurde, das sowohl Musterbeispiel von Kommerzialisierung als auch Ausdruck der Nachkriegsgeneration ist, die sich sorgenfreier entfalten konnte als jede andere. Der Kalte Krieg: vorbei. Soziale Medien, Sorgen um den Klimawandel, neue Autoritätswelle: noch weit weg.

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