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Kulturelle Leuchttürme: Wie Augsburgs Innenstadt attraktiver werden könnte

Interview

Tourismusdirektor Götz Beck: „Augsburg könnte sich zu einer europäischen Kulturhauptstadt entwickeln“

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    Die Maximilianstraße als verkehrsberuhigte Kaisermeile könnte die Attraktivität der Augsburger Innenstadt steigern, sagt Tourismusdirektor Götz Beck.
    Die Maximilianstraße als verkehrsberuhigte Kaisermeile könnte die Attraktivität der Augsburger Innenstadt steigern, sagt Tourismusdirektor Götz Beck. Foto: Ulrich Wagner

    Herr Beck, als Einkaufsorte verlieren die Städte zunehmend an Bedeutung und damit auch an Attraktivität. Warum glauben Sie, dass Kunst und Kultur gerade in Augsburg diesen Verlust ausgleichen könnten?

    GÖTZ BECK: Wir sind in einer epochalen Transformation. Das Thema Einkaufen war einer der Grundcharaktere der europäischen Stadt und ist nun, bedingt durch die Digitalisierung, nicht mehr in dieser Dimension vorhanden. Die Frage ist, wie entwickeln sich die Städte weiter, wenn dieses Thema nicht mehr die zentrale Rolle spielt, und wie bekommt man weiterhin Menschen in die Städte. Mit Gastronomie allein wird dies nicht gelingen, da wird das Thema Kultur eine zentrale Rolle spielen. Das geht etwa über das Storytelling einer Stadt wie in Augsburg über Fugger, Mozart, Brecht, die Römer oder die Reformation. Und dann gibt es die Leuchttürme, den sogenannten Bilbao-Effekt.

    Was ist mit dem Bilbao-Effekt gemeint?

    BECK: Davon spricht man, angelehnt an die spanische Stadt, die durch das Guggenheim-Museum des berühmten Architekten Frank Gehry zu einem Anziehungspunkt geworden ist. Der Bilbao-Effekt greift, wenn über Kultur – allerdings nicht nur über eine einzelne Einrichtung, sondern das gesamte Umfeld – Impulse für eine Stadtentwicklung gegeben werden.

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