Wer schon einmal ein Konzert der Augsburger Indie-Folker John Garner erlebt hat, sah eine eingespielte Einheit auf der Bühne. Auch beim Interview zum neuen Album vervollständigen Sängerin Lisa Seifert, Gitarrist Chris Sauer und Frontman Stefan Krause gegenseitig ihre Gedanken in gleichem blindem Verständnis wie beim Spielen der vielschichtigen Songs im Konzert. Bob Dylan wundert sich im Song „Brownsville Girl“, wie seltsam es sei, dass Menschen, die zusammen leiden, eine stärkere Beziehung haben wie die, die zufrieden sind. Die zwei Jahre seit dem letzten Album „Heartbeat“ waren eine große Herausforderung für eine Band wie John Garner, die vor allem davon lebt, auf Tour zu sein. „Wir haben unseren Schlagzeuger Nick Herrmann verloren, dazu gab es noch große Corona-Nachwehen“, sagt Seifert, und Krause ergänzt: „Im Winter 2021 sah die Pandemiesituation immer noch schlecht aus, aber wir wollten trotzdem ein neues Album machen, und zwar gemeinsam.“
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