Quo vadis, Punkrock? Die Krisen des Planeten Erde wiegen schwerer als dessen gesamte Biomasse, entscheidende Positionen werden von zweifelhaften Milliardären eingenommen – eigentlich ideale Voraussetzungen für eine musikalische Szene, die denen da oben gerne in Form kurzer Hochgeschwindigkeitssongs den Mittelfinger vor die Nase hält. „Ich sah die Jahre seit 2020 schon ein Stück weit als Identitätskrise im Punkrock“, sagt Max Bradley von der Augsburger Band Plan B. „Wenn man zurückschaut, schimpft Punkrock ja gerne über Staat, Regierung und Polizei, aber als ich dann Texte für die neue Platte geschrieben habe, fragte ich mich manchmal, ob das jetzt wirklich von einem Punkrocker oder doch schon von einem Querdenker ist. Deswegen sind viele Texte schnell wieder im Papierkorb verschwunden. Außerdem brauchst du etwas Positives bei dem ganzen Mist, der gerade unterwegs ist.“
Albumkritik
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