Die Nadel tastet sich gerade mal ein paar Sekunden durch die Rillen des neuen Albums „tsvety“ des Augsburger Duos The Violent Youth, bis man sich genötigt fühlt, auf der Plattenhülle das Jahr der Veröffentlichung nachzuprüfen. Und tatsächlich ist da ein zartes 2026 auf das Cover gedruckt, nicht etwa 1986. Denn die düster hallende Stimme von Arthur Tsymbal, die stoischen Bass-Stakkatos, die knarzenden und flirrenden Synthies und der kathedralengleiche Raumklang der Snaredrum – all das könnte auch so auf einem vor gut vier Jahrzehnten erschienenen Album von Joy Division oder Bauhaus vorkommen.
Musik
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