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Rambazamba in Rom: Monteverdis Oper „Poppea“ am Staatstheater Augsburg

Staatstheater Augsburg

Wenn aus Mythen Menschen werden: Ein Probenbesuch "L’incoronazione di Poppea"

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    Kaiser Nerone und seine Geliebte Poppea: Gerben van der Werf und Jihyun Cecilia Lee.
    Kaiser Nerone und seine Geliebte Poppea: Gerben van der Werf und Jihyun Cecilia Lee. Foto: Jan-Pieter Fuhr

    Ihre Haare sind hochtoupiert und auf Kampf gebürstet: Hier haben sich zwei Frauen aufgemotzt, um einander anzumotzen. Die Probe beginnt und zwei Sängerinnen treten auf die Bühne des Augsburger Staatstheaters. Auftritt Fortuna, denn jetzt wird es römisch-mythologisch: Fortuna verkörpert im goldenen Harnisch das Glück, ja das Schicksal, und hält sich für die tollste Macht im Universum. Deshalb frotzelt sie auch gegen Virtú - also die alte, biedere Figur der Tugend: „Seit langem schon bist du verarmt“, singt Fortuna, „verstossen, unmodern, gehasst“. In blütenweißer Tunika steht Virtú daneben und giftet zurück: „Versinke, du Unheilvolle, böses Trugbild der Menschheit.“ Und dann tritt er auf: Armor, die Liebe. Ein junger Mann mit flauschigem Haar, in leicht selbstverliebter Haltung, den Pfeil schussbereit in der Hand. Und wenn sich schon Tugend, Liebe und Glück auf ihrer Wolke so anzicken - wie geht es wohl da unten zu? Unter den Menschen? Davon erzählt die Oper „L‘incoronazione di Poppea“ von Claudio Monteverdi: von den moralisch wilden Zuständen im alten Rom. Und wie sich Kaiser Nero damals seine Geliebte Poppea schnappte.

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