Krätzmilben sind gesellig. Sie breiten sich gerne da aus, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, und lassen sich in Form von Hautirritationen auf ihren Herden nieder. Der gefühlt briefmarkengroße Raum des Kraetzwerks bietet also die ideale Infrastruktur für eine übergreifende Infektion – nur dass die Herde eben aus engagierten Menschen besteht, die der Subkultur mehr Raum schaffen möchten, und die Hautirritationen nichts anderes sind als Gänsehaut, wenn eine Band wie Brennenstuhl am Freitag ihre hochkomplexen wie eingängigen Nummern in 15-minütige Acid-Jazz-Eruptionen verwandelt, die härter kochen als Tim Mälzer.
Subkultur in Augsburg
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