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Nach schwerem Unfall wird am Klinkerberg in Augsburg geblitzt: So viele Temposünder wurden bislang erwischt

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Nach schwerem Unfall wird am Klinkerberg geblitzt: So viele Temposünder hat es erwischt

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    Nach dem schweren Unfall am Klinkerberg vor rund zwei Wochen hat die Stadt an der Strecke bereits Tempokontrollen durchgeführt.
    Nach dem schweren Unfall am Klinkerberg vor rund zwei Wochen hat die Stadt an der Strecke bereits Tempokontrollen durchgeführt. Foto: Lina Mann (Archivbild)

    Nach dem schweren Unfall am Klinkerberg in Augsburg vor gut zwei Wochen hat eine Anwohnerin immer noch viel Ärger. Der Frau war an jenem Sonntagabend bereits zum zweiten Mal ein Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in ihr parkendes Auto geprallt. Jetzt muss sie sich um Werkstatt und Versicherungen kümmern. Sie habe endgültig genug von den Rasereien vor ihrer Haustür, sagt sie. Mit ihrer Meinung steht sie nicht alleine da. Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) hatte nach dem Unfall mit fünf verletzten Autoinsassen verstärkte Geschwindigkeitskontrollen angekündigt. Was daraus geworden ist.

    Am Klinkerberg wird derzeit mehr geblitzt. Seit rund einer Woche seien die Kollegen aus der Geschwindigkeitsüberwachung bislang drei Mal im Einsatz gewesen, berichtet Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU) auf Nachfrage. „Sie haben insgesamt 63 Geschwindigkeitsverstöße festgehalten.“ Das schnellste gemessene Auto war mit Tempo 76 unterwegs – bei erlaubten 50 Kilometern pro Stunde. Die meisten Verstöße lagen bei einer Tempoüberschreitung von bis zu zehn Stundenkilometern. Die Schlagzahl der Kontrollen ist für diesen kurzen Zeitraum hoch, wenn man sich die Zahlen der zurückliegenden Jahre anschaut.

    Laut Polizei ist der Augsburger Klinkerberg kein Unfallschwerpunkt

    Laut dem Ordnungsreferenten fanden im vergangenen Jahr am Klinkerberg 19 Messungen statt, 2024 waren es 15. Um diese Zahlen einzuordnen, fügt Pintsch erklärend hinzu: „Aufgrund von Baustellen waren Kontrollen in diesen beiden Jahren nur eingeschränkt möglich. 2023 wurden 53 Kontrollen durchgeführt.“ Beim städtischen Verkehrsüberwachungsdienst werde der Klinkerberg regelmäßig berücksichtigt, so Pintsch. „Aktuelle Vorfälle fließen natürlich in die Dienstplangestaltung ein“, sagt er angesichts des Unfalls unlängst, bei dem der 30-jährige Fahrer eines Ford Focus, offenbar alkoholisiert und mit überhöhtem Tempo, in parkende Autos gekracht war. Als Schwerpunkt würde Frank Pintsch Klinkerberg aber nicht bezeichnen.

    „Den Kollegen aus der Parkraumüberwachung sind keine besonderen ‚Höchstgeschwindigkeiten‘ im Gedächtnis geblieben.“ Nach deren Einschätzungen handele es sich überwiegend um geringfügige Tempoüberschreitungen. Die Polizei hingegen kontrolliert an der zweispurigen Straße, die vom Plärrer stadteinwärts führt, so gut wie nicht. Auch weil es sich laut eines Polizeisprechers um keinen Unfallschwerpunkt handele.

    Unfall am Klinkerberg zeigt Bilder der Verwüstung

    Eine Auto, das mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Klinkerberg unterwegs war, hat drei parkende Autos erfasst. Zwei davon wurden durch die Wucht des Aufpralls auf den Bürgersteig geschoben.
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    Der Fahrer muss mit überhöhtem Tempo den Klinkerberg hochgerast sein und die Kontrolle verloren haben. Bei dem folgenschweren Unfall wurden die fünf Autoinsassen verletzt.

    Im vergangenen Jahr haben sich ihm zufolge 25 Unfälle am Klinkerberg ereignet. Bei zwei Unfälle seien drei Menschen verletzt worden, bei 23 Unfällen seien „nur“ Sachschäden festgestellt worden. Die Unfallzahlen würden keine signifikanten Abweichungen gegenüber Straßen mit vergleichbarer Verkehrsauslastung im Stadtgebiet aufzeigen, betont der Polizeisprecher. Die Polizei selbst kontrollierte am Klinkerberg vergangenes Jahr nur ein Mal, 2024 fand von ihrer Seite keine einzige Messung statt. Der Sprecher verweist auf die Stadt Augsburg, die berechtigt sei, im innerstädtischen Bereich die Geschwindigkeiten zu überprüfen. Zudem sei der Klinkerberg aufgrund der baulichen Gegebenheiten auch nicht für alle technischen Geräte der Geschwindigkeitsüberwachung geeignet. Ordnungsreferent Frank Pintsch ist ein Hinweis wichtig.

    Augsburgs Ordnungsreferent Pintsch: „Ordnungsamt geht allen Hinweisen nach“

    „Aus der Bevölkerung werden regelmäßig Geschwindigkeitsüberschreitungen gemeldet und Geschwindigkeitskontrollen für bestimmte Straßen erbeten. Das Ordnungsamt geht allen Hinweisen nach“, betont er. Auch am Klinkerberg sei bereits mehrfach auf Wunsch der Bevölkerung kontrolliert worden. Die Stadt will, wie schon seit Jahren von den Anwohnern gefordert, am Klinkerberg aus Gründen der Sicherheit und des Lärmschutzes Tempo 30 einführen. Die Planungen laufen bereits seit vergangenem Jahr, im Mai oder Juni sollen sie umgesetzt werden.

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