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Nahverkehr-Streik am Montag in Augsburg: Massive Einschränkungen

Augsburg

Nahverkehr steht am Montag still: Streikende marschieren zum Rathausplatz

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    Verdi plant Großkampftag mit Demo und Kundgebung
    Verdi plant Großkampftag mit Demo und Kundgebung Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Streiks aus. Sie spricht von der bislang größten Aktion in der laufenden Tarifrunde. Bürgerinnen und Bürger von Augsburg werden die Folgen unter anderem daran spüren. Busse und Trams der Stadtwerke stehen dann still.

    Die Gewerkschaft Verdi hat in der bundesweiten Tarifrunde das Fahrpersonal und die Belegschaft der Werkstätten und der Verkehrslenkung zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Verdi fordert für die Beschäftigten des Nahverkehrs - ebenso wie in den Verhandlungen für den öffentlichen Dienst - 10,5 Prozent mehr Lohn. Zuletzt beklagten Gewerkschaft und Betriebsrat auch, dass die Arbeitsbedingungen schwieriger geworden seien, sodass die Gewinnung von Nachwuchs ein Problem ist.

    Verdi-Streik am Montag in Augsburg: Bus und Straßenbahn stehen still

    Man bitte Fahrgäste, auf Regionalbusse oder den innerstädtischen Eisenbahnverkehr auszuweichen, so die Stadtwerke. Externe Busunternehmen einzusetzen, komme wegen der fehlenden Einarbeitung des Personals und der fehlenden technischen Ausstattung von fremden Bussen nicht infrage. Am ersten Warnstreiktag vor knapp zwei Wochen gab es in Augsburg ein höheres Stauaufkommen. Zudem stiegen viele Pendler und Pendlerinnen sowie Schüler und Schülerinnen aufs Fahrrad um. Die städtischen Fahrradzählstationen registrierten an diesem Tag deutlich mehr Radverkehr. An der Konrad-Adenauer-Allee wurden damals mit 3600 vorbeifahrenden Rädern etwa 900 mehr als am Vortag registriert.

    Der Nahverkehr wird am kommenden Montag streikbedingt wieder zum Erliegen kommen.
    Der Nahverkehr wird am kommenden Montag streikbedingt wieder zum Erliegen kommen. Foto: Silvio Wyszengrad

    Man gehe davon aus, dass der Nahverkehr auch am Montag wieder weitgehend zum Erliegen kommt und kein Notfahrplan angeboten werden kann, heißt es von den Stadtwerken. Beim ersten Warnstreiktag am 3. März blieben die rund 140 Busse und Straßenbahnen der Stadtwerke im Depot. Es waren nur Fahrzeuge auf drei fremdvergebenen Stadtteillinien unterwegs.

    Auch die Stadtreinigung und die Müllabfuhr in Augsburg streikt am Montag

    Und nicht nur der Augsburger Nahverkehr wird am kommenden Montag, 20. März, erneut bestreikt. Auch im Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (AWS) wird ein weiteres Mal gestreikt. Die Stadt Augsburg hat am Freitag darauf hingewiesen, dass Müllabfuhr, Straßenreinigung, alle Wertstoff- und Servicepunkte sowie die Deponie Augsburg Nord betroffen sind. Die Tonnen für Restmüll, Bioabfälle sowie für Papier und Pappe werden daher am Montag, 20. März, nicht geleert. Nachleerungstermine können nicht angeboten werden, so die Stadt. Die nächsten Leerungen erfolgen turnusgemäß. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, schon bereit gestellte Tonnen wieder zurückzustellen. Zusätzliche Restabfälle werden mitgenommen, wenn der Restmüll in den amtlich grauen Abfallsäcken bereitgestellt ist.

    Die Leerung der sonnengelben Wertstofftonnen für Kunststoffe und Metalle ist vom Warnstreik nicht betroffen. Diese werden regulär geleert. Sämtliche für Montag, 20. März vereinbarten Sperrmüll- und Grüngut-Abholtermine werden dagegen verschoben. Der AWS nimmt mit allen Betroffenen Kontakt auf und vereinbart individuelle Nachholtermine, informiert die Stadt.

    Verdi organisiert am Montag Demonstrationszüge in Augsburg

    Der Warnstreiktag fällt zusammen mit dem ersten geplanten Tag des eingeschränkten Fahrplankonzepts im Busverkehr, auf das die Stadtwerke angesichts von Krankenstand und anstehenden Straßen-Großbaustellen mit Schienenersatzverkehr umsteigen werden. Der 20-Minuten-Takt beim Bus tagsüber (bisher 15 Minuten) wird nun faktisch erst ab Dienstag gelten. Auch im Abendangebot wird es dann zu Einschränkungen kommen.

    Bei Verdi heißt es, dass "mit Einschränkungen in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Dienstes im Bereich Bund und Kommunen zu rechnen ist". Mit den neuralgischen Betrieben seien Notdienstvereinbarungen getroffen worden. Am Montag finden zwei Demonstrationszüge ab 10 Uhr statt. Start ist am Willy-Brandt-Platz und an der Kälberhalle. Die Kundgebung findet am Rathausplatz statt. Dort spricht der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk.

    Bereits in den zurückliegenden Wochen hatte es Protestaktionen von Verdi gegeben. Unter anderem zogen mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Kongress am Park zum Rathausplatz. Am Donnerstag fand zudem eine Kundgebung am Moritzplatz statt.

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