Heiß brennt die Sonne an diesem Samstagnachmittag vom Himmel über dem Kaisersee. Von Westen ziehen schon dunklere Wolken heran. Doch noch genießt die Frau, die am Ufer des glasklaren Gewässers ihre Decke ausgebreitet hat, den Sommernachmittag. Im Schatten eines bunten Sonnenschirms schmökert sie in einem Buch, während bläulich schillernde Libellen vorbei schwirren. „Ein Mann zum Vergraben“, lautet der Titel. Sei sehr zu empfehlen, sagt die Sonnenanbeterin. Genauso wie der See hier. Seit knapp zwei Jahren kommt sie regelmäßig im Sommer hierher um zu Baden. Und zwar, wie fast alle, die an diesem Tag am Ufer liegen, ohne jede Badebekleidung. Schon lange ist das Gewässer hier Treffpunkt für Nudisten. Badehosen oder Bikinis sieht man kaum. Dafür viel nackte Haut.
Augsburg
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