Wenn Hilfesuchende Paul Quak anrufen und ihn nach einem Therapieplatz fragen, dann antwortet er: „Sie können in drei Monaten zu einem Erstgespräch kommen. Ob ich dann mit ihnen zusammenarbeite, dafür kann ich keine Garantie geben.“ Quak ist Ambulanzleiter am Augsburger Ausbildungsinstitut für Systemische Psychotherapie (AISP), das Psychologen nach ihrem Studium zu Psychologischen Psychotherapeuten ausbildet. Vor zehn Monaten hat er seine eigene Praxis in Königsbrunn gegründet. 24.000 Euro Ausbildungskosten hat er finanziert, einen halben Kassensitz für 25.000 Euro gekauft, einen mittleren fünfstelligen Betrag in die Praxisgründung investiert, Kredite aufgenommen und dann das. Seit dem 1. April sind die Honorare der Psychotherapeuten um 4,5 Prozent gekürzt. Ihn und viele seiner Kolleginnen treibt nun die Frage um: Wie kann ich das ausgleichen? Weniger Kassen- und dafür mehr Privatpatienten annehmen? Lieber angestellt in die Klinik gehen?
Augsburg
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