Es ist ein Rundweg, auf dem man dem Alltag für kurze Zeit entfliehen kann. Bunte Lichter zieren die Bäume, überall läuft weihnachtliche Musik und brennende Seerosen sorgen für Staunen. Und sogar der Weihnachtsmann hat sich in den Augsburger Zoo verirrt. In diesem Jahr findet dort zum zweiten Mal der „Christmas Garden“ statt. Wenn der Zoo am späten Nachmittag geschlossen hat und die meisten Tiere in ihren Häusern Schutz vor der Kälte suchen, verwandelt sich das Gelände in ein Lichtermeer. Bis zum 6. Januar können Gäste abends von 17 bis 21 Uhr das Lichtspektakel genießen.
In diesem Jahr bietet der Christmas Garden ein neues Programm mit über 30 Installationen. Ein Höhepunkt ist das weihnachtliche Wassermärchen. Hier wird auf einer acht Meter hohen Wassernebelwand ein kurzer Film gezeigt, wie der Weihnachtsmann nach Augsburg kam. Außerdem gibt es einen singenden Weihnachtsbaum und einen Feuer speienden Drachen. An zwei Stationen auf dem Weg haben die Besucher außerdem die Möglichkeit, an verschiedenen Essens- und Getränkeständen Pause zu machen und sich etwas aufzuwärmen.
Christmas Garden in Augsburg: Im Vorjahr kamen über 55.000 Gäste
„Nachdem wir letztes Jahr über 55.000 Gäste hatten, war für uns klar, dass wir den Christmas Garden weiterführen“, sagt Veranstaltungsleiter Matthias Hemmerle. Die große Anzahl der Attraktionen stellte die Betreiber vor Herausforderungen und man sei froh, dass alles rechtzeitig fertig geworden ist. „Es muss natürlich alles synchron sein, bei vielen Attraktionen muss beispielsweise die Musik zum Bild passen“, sagt Hemmerle. Nur so könne man ein möglichst schönes Erlebnis bieten.
Christmas Garden verzaubert mit Licht und Glitzer den Augsburger Zoo - die schönsten Bilder
Zoodirektorin Barbara Jantschke zeigt sich begeistert von den diesjährigen Lichtinstallationen. „Es ist noch besser als letztes Jahr“, sagt sie. Das Wohl der Tiere stehe natürlich trotzdem im Vordergrund. Für diese seien die Lichter aber kein Problem, da die meisten ohnehin in ihren Häusern seien. Diese werden abgeschlossen und es werde auch ständig überwacht, dass niemand die Tiere störe. Lediglich die Seerobben präsentieren sich den Gästen - und es scheine so, als würden sie die Lichter ebenfalls genießen. Jantschke sieht im Christmas Garden eine Möglichkeit für den Zoo, seine Reichweite noch einmal zu vergrößern. „Man muss sich nur mal die Autokennzeichen anschauen, dann sieht man, wie weit die Leute teilweise anreisen“, sagt sie. Die Hoffnung sei, dass das Lichterspektakel die Besucher dazu bewege, auch mal tagsüber zu kommen und sich die Tiere anzusehen.
Besucher zu Christmas Garden im Augsburger Zoo: „Sehr romantisch und besinnlich“
Bei den Gästen, die an diesem ersten Abend den Christmas Garden besuchen, kommen die Attraktionen ebenfalls gut an - obwohl das Spektakel auch seinen Preis hat. Erwachsene zahlen, je nach Tag, um die 20 Euro. „Es ist super schön, sehr liebevoll gemacht und es gibt viele magische und verzaubernde Elemente“, sagt Daniel Riebold. Er hat mit seiner Tochter einen weiten Weg auf sich genommen und ist aus Buchenberg im Allgäu angereist. Ihm habe vor allem die Lichtinstallation mit den Bäumen am Anfang des Rundwegs sehr gut gefallen. Seine Tochter war besonders von den brennenden Seerosen beeindruckt.
Hagen und Fee aus Augsburg gefiel besonders die Kathedrale des Lichts, ein 24 Meter langer Lichtertunnel. „Die ganzen beleuchteten Bäume schaffen außerdem eine schöne Stimmung“, sagen sie. Sarah und Angelika Lampl waren aus Freising beziehungsweise Egling angereist. „Man kommt hier auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung und schaltet auch ein bisschen ab“, sagt Angelika Lampl. Die Stimmung auf dem Rundweg sei sehr „romantisch und besinnlich“ und damit ideal für die Vorweihnachtszeit. Die Gastronomie haben sie aber nicht in Anspruch genommen, sie hatten ihre eigenen Plätzchen dabei und haben diese auf dem Weg gegessen, erzählt Lampl.
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