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Silvester in Schwaben: Starke Polizeipräsenz in Augsburg - 20-Jähriger stürzt von Dach

Silvester in Schwaben

Starke Polizeipräsenz in Augsburg - 20-Jähriger stürzt von Dach

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    Die Polizei zeigte in der Silvesternacht in der Augsburger Innenstadt starke Präsenz.
    Die Polizei zeigte in der Silvesternacht in der Augsburger Innenstadt starke Präsenz. Foto: Bernd Hohlen

    Das neue Jahr ist in Schwaben weitgehend ohne größere Zwischenfälle gestartet. Nach Angaben des Präsidiums Schwaben Nord verlief der Jahreswechsel deutlich entspannter als im Vorjahr, schwere Straftaten wie etwa sexuelle Übergriffe oder anderweitige Ausschreitungen seien nicht festgestellt oder angezeigt worden.

    Einen gravierenden Vorfall gab es lediglich an der Grenze zu Nordschwaben. Im mittelfänkischen Treuchtlingen-Pappenheim verletzte ein Zwölfjähriger aus Bäumenheim zwei Jugendlichen nach einem Streit mit einem Messer. Die 19 und 21 Jahre alten Opfer erlitten Verletzungen im Unterleib und wurden ins Krankenhaus gebracht.

    Die Integrierte Leitstelle verzeichnete zwischen 22 und 6.30 Uhr für den gesamten Zuständigkeitsbereich 190 Rettungsdiensteinsätze. 33 Mal musste zudem die Feuerwehr ausrücken, meist wegen brennender Mülltonnen oder Balkone. In der Kurt-Schumacher-Straße stürzte ein 20-jähriger Augsburger vom Dach eines Hotels und wurde schwer verletzt.

    Der junge Mann war laut Polizei gegen Mitternacht zusammen mit Freunden vermutlich über die Feuerleiter auf das Hausdach geklettert, um dort auf das neue Jahr anzustoßen. Aus bislang unbekannter Ursache stürzte der junge Mann dann ab und fiel rund drei Meter tief auf einen darunter liegenden Balkon. Er wurde mit einer schweren Kopfverletzung auf die Intensivstation des Klinikums gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei derzeit aber wohl nicht.

    "Böller-Verbot" in der Augsburger Innenstadt

    In der Augsburger Innenstadt zeigte die Polizei verstärkt Präsenz. Hier galt heuer ein "Böller-Verbot", das Abbrennen von Feuerwerkskörpern war bereits im Vorfeld für ausgewiesene Bereiche untersagt worden. Wohl auch wegen der starken Kräfte, die unter anderem von der Bereitschaftspolizei gestellt wurden, sei es rund um Königsplatz, Maxstraße und Rathausplatz relativ entspannt geblieben, heißt es im Pressebericht.

    Die Beamten kontrollierten Passanten und stellten Feuerwerkskörper sicher. Am Kö wurden so laut Polizei ab Mitternacht nur Einzelfälle von abgebrannten Feuerwerkskörpern registriert. Eine Person erwartet eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, da er mit einer Rakete in die Menschenansammlung feuerte. Am Rathausplatz wurden ebenfalls vereinzelt Raketen quer über den Platz abgeschossen.

    Auch vom Präsidium in Kempten wurden keine schweren Zwischenfälle gemeldet. Die Zahl der Einsätze habe nicht erheblich über der eines normalen Wochenendes gelegen, heißt es im Bericht des Präsidiums Schwaben Süd/West. Rund 200 Notrufe seien bei der Einsatzzentrale eingegangen. Meist habe es sich um Streitigkeiten, körperliche Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen gehandelt.

    Ähnliches verlautete vom Präsidium Ingoldstadt, wo 247 Notrufe und Mitteilungen registriert wurden, und aus München. Ein Sprecher der Polizei sprach vom "ganz normalen Wahnsinn". In der bayerischen Landeshauptstadt versammelten sich an die 7000 Menschen um den Friedensengel, um die 6000 Menschen kamen am Marienplatz zusammen. (drs)

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