Alles oder nichts. Unter dieser Devise steht der letzte Saisonspieltag in der Regionalliga Bayern (alle Spiele Samstag, 14 Uhr) für die beiden Augsburger Vereine. Wobei der FC Augsburg II zumindest auf dem Papier die bessere Ausgangsposition als der TSV Schwaben hat. Der FCA (14. Platz/34 Punkte) hat in der Rosenau im schwäbischen Derby den FC Memmingen (12.Platz/ 39 Punkte) zu Gast. Gewinnen die Gastgeber, dann haben sie auf jeden Fall den Klassenerhalt sicher. Ebenfalls ein Lokalduell steht beim TSV Schwaben (15. Platz/34 Punkte) mit dem Gastspiel beim FV Illertissen (4. Platz/61 Zähler) auf dem Plan.
FC Augsburg II Auf ein ereignisreiches Spieljahr kann die zweite Garnitur des Bundesligisten zurückblicken. Wobei eigentlich nicht zu rechnen war, dass die Mannschaft bis zum letzten Spieltag in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt sein würde. Dementsprechend ist auch die Gemütslage bei Trainer Markus Feulner. So ganz überraschend ist die Situation für den ehrgeizigen Coach aber nicht. Er hatte schon in der Vorrunde immer wieder gewarnt, dass es für die blutjunge Truppe am Ende eng werden könnte. „Wir hatten stets fünf oder sechs A-Junioren in unseren Reihen, die noch nicht die notwendigen körperlichen Voraussetzungen für die vierte Liga vorweisen konnten.“ Diese Tatsache will Feulner allerdings nicht als Entschuldigung gelten lassen. Zumal er seinen Jungs eine vorbildliche Einstellung attestiert. „Es ziehen alle ausgezeichnet mit.“ Dazu kam im vergangenen Herbst eine lange Liste von verletzten Leistungsträgern. Im Winter verlor man zudem mit Aiman Dardari (Leihe zur SpVgg Greuther Fürth) den wirkungsvollsten Stürmer, dazu war mit Kerim Yaman ein weiterer Angreifer immer wieder verletzt. „In neun Spielen nach der Winterpause haben wir kein Tor geschossen“, erklärte Feulner. Der warnt seine Mannschaft davor, die Allgäuer zu unterschätzen. „Um erfolgreich zu sein, müssen wir alles geben“, will er am Ende mit seinem Team den Klassenerhalt feiern.
TSV Schwaben: Dass sie vor einer Herkulesaufgabe stehen, ist den Schwaben klar. Denn der FV Illertissen ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga. Doch auch die Schwaben können nach der Winterpause eine tadellose Bilanz vorweisen. Mit 25 Punkten nimmt die Mannschaft in der Rückrundentabelle den sechsten Platz ein. „Wir müssen unsere Hausaufgabe machen und für eine Überraschung sorgen“, erklärt Schwaben-Sportchef Max Wuschek, ist sich aber ebenso wie sein Trainer Matthias Ostrzolek bewusst, dass ihnen das Team von der württembergischen Grenze nichts schenken wird. Wuschek, der vor Wochenfrist ebenso wie sportlicher Leiter Benni Schmoll und Spielertrainer Matthias Ostrzolek verabschiedet wurde: „Illertissens Trainer Holger Bachthaler wird verabschiedet, dazu werden einige Spieler den Verein verlassen, die wollen die Saison nicht mit einer Niederlage beenden.“ Die Violetten müssen an der Iller auf Jonas Greppmeir (Achillessehnen-OP) und den ebenfalls angeschlagenen Felix Schwarzholz verzichten. Wuschek: „Trotzdem können wir immer noch eine schlagkräftige Truppe aufbieten.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren