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Steigende Heimkosten: Immer mehr Augsburger sind nach kürzester Zeit mittellos

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„Da gehst du 60 Jahre schaffen und hast am Ende nichts mehr“: Wenn die Heimkosten das Ersparte auffressen

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    Waltraud Fischer lebt seit 2018 im AWO Seniorenheim in Göggingen. Ihr ganzes Leben lang hat sie gearbeitet, doch ihr Erspartes ist durch den immer weiter gestiegenen Eigenanteil schon lange aufgebraucht.
    Waltraud Fischer lebt seit 2018 im AWO Seniorenheim in Göggingen. Ihr ganzes Leben lang hat sie gearbeitet, doch ihr Erspartes ist durch den immer weiter gestiegenen Eigenanteil schon lange aufgebraucht. Foto: Marcus Merk

    Waltraud Fischer hat ihr ganzes Leben lang gearbeitet. Als alleinerziehende Mutter hat sie zwei Töchter großgezogen. Das Geld war immer knapp, dennoch haben beide Töchter studiert. Mit 63 ging sie in Rente, gearbeitet hat sie aber weiterhin. Als Minijobberin in einer Fachklinik im Allgäu. „Es hat mir Spaß gemacht und die 430 Euro mehr haben mir finanziell gutgetan“, sagt Fischer. Mit 74 riss sie dann ein Bandscheibenvorfall aus dem Alltag. Am einen Tag verteilte sie noch Sauerstofftanks in der Klinik, am nächsten konnte sie kaum noch laufen. Kurze Zeit später kam sie querschnittsgelähmt ins Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt Schwaben nach Göggingen. Seit 2018 lebt Fischer dort, sie fühlt sich wohl, ist angekommen, hat wieder laufen gelernt. Doch schon nach kurzer Zeit haben die Kosten all ihre Ersparnisse aufgefressen. Geld, dass sie sich über Jahrzehnte vom Mund abgespart hatte. Und damit ist sie längst kein Einzelfall.

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