Der Leopard Mischa hat plötzlich das Futter verweigert. Untersuchungen der knapp 19 Jahre alten Raubkatze hätten jedoch außer schlechten Nierenwerten nichts ergeben. "Leider verweigerte er aber die Nahrung und nahm somit auch seine Arzneimittel nicht zu sich und sein Zustand verschlechterte sich. Um ihm weiteres Leiden zu ersparen, wurde schweren Herzens entschieden ihn einzuschläfern", so Barbara Jantschke. Der gleichaltrige Leopard Boris blieb allein zurück.
Auch bei den Schlangen "gibt es schlimme Nachrichten. Bei einer Boa constrictor wurde bei der Obduktion IBD diagnostiziert", sagte die Zoodirektorin. Diese Viruserkrankung befällt ausschließlich die Gruppe der Riesenschlangen und sei nicht auf andere Tiere oder den Menschen übertragbar. "Da keine Behandlung möglich ist, und die Gefahr besteht bei der Abgabe von betroffenen Schlangen die Krankheit an andere Einrichtungen zu verbreiten, mussten alle Riesenschlangen im Reptilienhaus eingeschläfert werden. Nachdem der Augsburger Zoo bei der Zucht von Hundskopfboas und Baumpythons große Erfolge erzielen konnte ist dies besonders traurig."
Mit der Abgabe der Alligatoren und dem nun verwaisten Riesenschlangengehege, sehe das Haus bedauerlicherweise sehr leer aus. "Die zunächst getroffene Entscheidung es zu schließen wurde allerdings wegen der momentanen kalten Witterung revidiert. Das Reptilienhaus bleibt also für die Besucher geöffnet bis der Zoo über die weiteren Umbaumaßnahmen entschieden hat", sagte Jantschke.