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Verkehr: Linie 5: Stadt favorisiert Rosenaustraße

Verkehr

Linie 5: Stadt favorisiert Rosenaustraße

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    Ist das Weg der Linie 5 in den Westen? Die Straßenbahn könnte über die Luitpoldbrücke fahren und dann rechts in die Hessenbachstraße abbiegen. Doch die Stadt scheint die Rosenaustraße zu bevorzugen.
    Ist das Weg der Linie 5 in den Westen? Die Straßenbahn könnte über die Luitpoldbrücke fahren und dann rechts in die Hessenbachstraße abbiegen. Doch die Stadt scheint die Rosenaustraße zu bevorzugen.

    Bei der Trassenführung der künftigen Straßenbahnlinie 5 favorisiert die Stadt die Rosenaustraße. „Wir stehen aber erst am Anfang des Prozesses“, so Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU). Am Mittwochabend informierten Stadt und Stadtwerke die Bürger im Thelottviertel und Pfersee über das Vorhaben. 2015 soll Baubeginn sein. Ab 2018 soll die Straßenbahn entlang der Bürgermeister-Ackermann-Straße vom Hauptbahnhof bis zum Park+Ride-Platz Augsburg-West rollen. Die kitzligste Frage ist dabei die, wie die Tram in Bahnhofsnähe laufen soll. „Es gibt keine Variante, die nur Vor- oder Nachteile hat“, sagt Stadtbaurat Gerd Merkle. Eine Rolle spielt in den Überlegungen der Stadt, mit welcher Trasse man am wenigsten Anwohner verprellt. Direkt vor der Haustür will aus Lärmgründen kaum einer die Linie.

    Hessenbachstraße Für diese Variante hatte sich die Stadt 2006 entschieden. Wegen der Verzögerungen beim Kö-Umbau ruhte das Projekt. Weil viel Zeit vergangen sei, müsse man den Beschluss überdenken, so Gribl. Laut Planung würde die Tram im Grünstreifen parallel zur Localbahn fahren. Dafür müssten Bäume weg. Und die Tram müsste an der Luitpoldbrücke eine 90-Grad-Kurve fahren.

    Rosenaustraße Das Problem mit den Kurven würde sich bei der Rosenaustraße für die Linie 5 fast nicht stellen. Allerdings müsste die Linie 3, wenn sie nicht mehr durch die Pferseer Unterführung fährt, in die Pferseer Straße abbiegen. Um der Linie 5 im nördlichen Straßenabschnitt eine eigene Trasse in der Straßenmitte zu geben (wichtig für Zuschüsse), müsste die Straße komplett umgebaut werden. Als Alternative denkt Merkle darüber nach, Rosenau- und Holzbachstraße zu gegenläufigen Einbahnstraßen für Autos zu machen. So könne man die Bäume der Rosenaustraße vielleicht erhalten.

    Holzbachstraße Auch die Variante einer Trasse in der Grünanlage zum Wertachkanal wird geprüft. Sinnvoll wäre sie wohl nur, wenn die Tram am Hauptbahnhof nicht über die Rosenaustraße wegfährt, sondern durchs Thelottviertel (Buchegger-Platz und Hörbrotstraße). Die Anwohnern sind wenig erfreut. Allerdings gibt die Stadt zu bedenken, dass die Hörbrotstraße, wenn man hier die Tram durchführt, für Autos gesperrt werden könnte.

    Insgesamt rechnet die Stadt mit etwa 60 Millionen Euro Gesamtkosten, die zu 70 Prozent gefördert werden. Unklar ist noch, auf welcher Seite der Ackermannstraße die Tram fährt. Die vier Spuren, betonte Gribl, sollen erhalten bleiben.

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