Der Flößerpark in Lechhausen gilt schon länger als beliebtes Ausflugsziel. Viele Spaziergänger und Radler sind am Lech unterwegs. Zur Attraktivität trägt das Lokal Floßlände bei, das zur Grünanlage gehört. Die Stadt Augsburg verschönert in diesen Wochen das Areal nahe der Ulrichsbrücke. Spaziergängern und Radlern fällt an einer eingezäunten Baustelle ein rotes Hinweisschild auf: „Betreten der Calisthenics-Anlage verboten. Videoüberwachung.“ Es ist eine ungewöhnliche Aktion. Was steckt dahinter? Referent Frank Pintsch (CSU), der für Ordnung und Umwelt zuständig ist, spricht von mutwilligen Beschädigungen.
Arbeiten im Flößerpark zogen sich über mehrere Jahre
Seit einigen Wochen laufen Bauarbeiten im Flößerpark. Es ist der letzte Bauabschnitt eines Projekts, das sich über mehrere Jahre hingezogen hat. Unter anderem gibt es eine neue Wegeführung entlang des Lokals Floßlände. Aktuell irritiert jedoch das Schild mit der angezeigten Videoüberwachung. Dazu sagt Pintsch: „Es ist während der Herstellung des Kunststoffbelages trotz verschraubtem Bauzaun und zusätzlicher Absperrung mit Trassierband mehrmals zu Beschädigungen durch das Betreten des frischen Belages durch Parkbesucher gekommen.“ Als Folge habe die Stadt weitere Maßnahmen zur Absicherung der Baustelle veranlasst. „Leider“, wie Pintsch unterstreicht.
In einem Punkt gibt der Referent jedoch Entwarnung: „Für die Zeit nach Eröffnung der Anlage ist keine Videoüberwachung vorgesehen.“ Bis dahin werden nach seinen Worten noch mindestens vier Wochen vergehen. Calisthenics-Anlage und Mobilitätsinsel sind Bausteine für eine zusätzliche Belebung des Areals. Ein Calisthenics-Park ist eine öffentliche Outdoor-Sportanlage, die speziell für das Training mit dem eigenen Körpergewicht konzipiert ist. Ausgestattet mit Klimmzugstangen, Barren, Sprossenwänden und weiteren Elementen ermöglicht er Kraft- und Koordinationstraining an der frischen Luft, heißt es.
Ein Weg direkt am Lokal Floßlände wird zurückgebaut
Ausflügler und Anwohner nehmen die laufenden Arbeiten wahr. Pintsch sagt: „Wenn alles weiter wie geplant verläuft, können die Arbeiten in rund acht bis zehn Wochen komplett abgeschlossen werden.“ Pflanzarbeiten finden voraussichtlich erst ab Oktober 2026 statt. Eine Änderung gibt es bereits: Der ursprüngliche Weg, der von der Floßlände in Richtung Wasserspielplatz führt, ist gesperrt. Es gibt nun eine Route, die näher an der Radetzkystraße liegt. Der alte Weg werde komplett zurückgebaut.
Das Gesamtpaket im dritten Bauabschnitt ist umfangreich. Pintsch: „Im Rahmen der Bauarbeiten soll zusätzlich noch die Zufahrt von der Radetzkystraße zur Floßlände asphaltiert werden, um die Gaststätte noch besser erreichen zu können.“ Dies gelte speziell für die Jahreszeit mit Matsch und Pfützen. Auch der Winterdienst könne künftig besser umgesetzt werden, erläutert der Referent. Aktuell seien als nächstes die Arbeiten im Uferbereich neben der Sitzstufenanlage vorgesehen. Die Asphaltierung der Zufahrt werde als eine der letzten Arbeiten voraussichtlich Ende Juli erfolgen.
Neu ist zudem ein Floß mit Sitzmöglichkeiten im Bereich des Wasserspielplatzes. Die Freigabe steht unmittelbar bevor. Speziell bei Familien genießt der Wasserspielplatz viel Zuspruch. Bei der Aktionsgemeinschaft Lechhausen nimmt man die Entwicklung wohlwollend zur Kenntnis. Vorsitzender Stephan Hüwe, der im Vorjahr Peter Fischer an der Spitze ablöste, sagt: „Ein Plus von Lechhausen sind die Erholungsmöglichkeiten.“
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