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Zahl der Pflegebedürftigen in Augsburg steigt – viele Ansprüche bleiben ungenutzt

Augsburg

„Viele wissen gar nicht, was ihnen zusteht“: Sie kümmern sich um das, wofür der Pflegedienst keine Zeit hat

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    Stefanie Riegel ist Führungskraft bei einem Dienstleister für pflegebedürftige Menschen.
    Stefanie Riegel ist Führungskraft bei einem Dienstleister für pflegebedürftige Menschen. Foto: Markus Merk / Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

    Stefanie Riegel blickt regelmäßig in erleichterte Gesichter. Fünf- bis zehnmal pro Woche spricht sie mit Menschen, die krank sind und ihren Haushalt nicht mehr eigenständig führen können, die Hilfe beim Saubermachen und Einkaufen brauchen. Und mit Angehörigen, die weite Strecken zurücklegen, um ein Familienmitglied zu unterstützen. Nicht selten erlebe sie in diesen Aufnahmegesprächen, dass Pflegebedürftige sich bereits Hilfe geholt haben und diese selbst bezahlen, erzählt Riegel, die seit Januar den Augsburger Standort des Unternehmens Alltagshilfe Süd leitet. Wenn sie ihnen dann erklärt, dass es für solche Leistungen Geld von der Pflegekasse gibt, seien die Betroffenen „heilfroh“. Viele wüssten einfach nicht, was ihnen zusteht.

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