Im Jahr 2015 reisten Gäste aus aller Welt nach Rumänien, um die Hochzeit zweier junger Menschen zu feiern. Der Bräutigam war 18, die Braut 17, wie es in späteren Zeitungsartikeln hieß. In der Stadt war das Fest damals offenbar eine große Angelegenheit; es gab Fotostrecken auf Online-Portalen, auch TV-Sendungen berichteten. Man sieht formell gekleidete Gäste, das Brautpaar – und Luxusautos, die sich auf der Straße aneinanderreihen. Manche, was erstaunen kann, mit Münchner oder Augsburger Kennzeichen. In einem Fernsehbeitrag äußert sich der Großvater des Bräutigams, vorgestellt als „Finanzminister“ der Großfamilie, innerhalb der sich die Vermählung abspielte. Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft dürften sich für die Aufnahmen brennend interessieren, ist dieser Mann doch aktuell der Hauptverdächtige in einem Verfahren, das sich um Menschen- und Organhandel dreht.
Augsburg/München
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