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TÜV-Report 2026: Durchfallquote steigt an – Autos dieser teuren Marke fallen am häufigsten durch

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TÜV-Report 2026: Durchfallquote steigt an – Autos dieser teuren Marke fallen am häufigsten durch

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    Bei der Hauptuntersuchung wird die Verkehrssicherheit eines Autos geprüft. Laut dem TÜV-Report 2026 scheitern daran immer mehr Fahrzeuge.
    Bei der Hauptuntersuchung wird die Verkehrssicherheit eines Autos geprüft. Laut dem TÜV-Report 2026 scheitern daran immer mehr Fahrzeuge. Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

    Die Hauptuntersuchung (HU) beim TÜV ist ein wichtiger Pflichttermin für alle Autobesitzer, bei dem die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs überprüft wird. Die erste HU wird gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bei neu zugelassenen Pkw nach drei Jahren fällig, anschließend müssen Autos alle zwei Jahre zum TÜV. Weist das Fahrzeug zu viele sicherheitsrelevante Mängel auf, gilt die HU als nicht bestanden. Das passiert seit einigen Jahren immer öfter, wie dem kürzlich veröffentlichten TÜV-Report 2026 zu entnehmen ist. Demnach sind in Deutschland immer mehr Autos in schlechtem technischem Zustand auf den Straßen unterwegs. Woran das liegt – und welche Fahrzeugmarke am häufigsten bei der HU durchfällt.

    TÜV-Report 2026: Immer mehr Autos fallen durch die Hauptuntersuchung

    Der TÜV-Verband zieht in Anbetracht der Ergebnisse seines aktuellen Reports ein ernüchterndes Fazit: „Der technische Zustand des Pkw-Bestands in Deutschland verschlechtert sich“, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung. Ein Drittel aller Fahrzeuge ist demnach mit Mängeln im Straßenverkehr unterwegs.

    Mit einem Anteil von 21,5 Prozent hat gut jeder fünfte geprüfte Pkw die Hauptuntersuchung nicht bestanden, weil er „erhebliche“ oder „gefährliche“ Mängel aufwies. Im Vergleich zum Untersuchungszeitraum des Vorjahres ist die Durchfallquote damit um 0,9 Prozentpunkte angestiegen. Und auch der Anteil an Autos mit „geringen“ Mängeln hat zugenommen: von 11,5 Prozent im Vorjahres-Report auf 12,3 Prozent im aktuellen Bericht. 66,1 Prozent der untersuchten Fahrzeuge wurden von den TÜV-Prüfern als „mängelfrei“ bewertet.

    Zur Methodik des TÜV-Reports 2026

    Für den Report 2026 hat der TÜV 9,5 Millionen Pkw-Hauptuntersuchungen ausgewertet, die von den TÜV-Prüfstellen zwischen 1. Juli 2024 und 30. Juni 2025 durchgeführt wurden. Dabei wurden insgesamt 216 verschiedene Fahrzeugtypen untersucht, bei 18 davon handelt es sich um reine Elektrofahrzeuge.

    Wichtig zu wissen: Werden im Rahmen der HU erhebliche oder gefährliche Mängel am Fahrzeug festgestellt, gilt die Untersuchung nach Angaben des TÜV Süd als nicht bestanden und das Fahrzeug erhält keine neue Prüfplakette, darf also nicht mehr gefahren werden. Die beanstandeten Mängel müssen unverzüglich repariert und das Auto innerhalb von vier Wochen erneut geprüft werden. Wird diese Frist überschritten, muss erneut eine vollständige HU durchgeführt werden. Stellt der TÜV-Sachverständige keine oder nur unwesentliche Mängel am Auto fest, erhält das Fahrzeug eine neue Plakette und ist damit bis zur nächsten HU für den Straßenverkehr zugelassen.

    TÜV nicht bestanden: Warum steigt die Durchfallquote bei der HU an?

    Aus dem TÜV-Report 2026 geht ein klarer Trend hervor. In den letzten Jahren ist der Anteil an Pkw, die mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln durch die HU fallen, kontinuierlich angestiegen. Während der Corona-Pandemie sank die Quote zunächst bis auf 17,9 Prozent im Jahr 2022 ab. Seither klettert der Wert immer weiter nach oben und befindet sich nun mit 21,5 Prozent auf demselben Stand wie zuletzt 2020. Der Anteil der Fahrzeuge, welche die HU ohne Mängel bestanden haben, geht dementsprechend zurück. Mit 66,1 Prozentpunkten ist der Wert für den Zeitraum 2024/2025 so niedrig wie seit neun Jahren nicht mehr.

    Was ist der Grund für diese Entwicklung? Nach Angaben des TÜV-Verbands ist der Negativtrend hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass auf den Straßen in Deutschland zunehmend ältere Autos unterwegs sind. Laut den Erhebungen des Kraftfahrtbundesamts liegt das Durchschnittsalter der zugelassenen Pkw aktuell bei 10,6 Jahren. 2015 waren es noch 9,0 Jahre. Je älter ein Auto ist, desto mehr Mängel weist es statistisch gesehen auf. So verdreifacht sich die Durchfallquote bei der HU von zehn Prozent bei einem Fahrzeugalter von fünf Jahren auf 32,9 Prozent bei einem Fahrzeugalter von 15 Jahren, wie der TÜV-Verband erläutert. Rund 90 Prozent der Autos, bei denen im Report 2026 verkehrsgefährdende Mängel festgestellt wurden, waren zehn Jahre oder älter.

    TÜV-Report 2026: Welche Automarke fällt am häufigsten durch?

    Ein Fokus des aktuellen TÜV-Reports liegt speziell auf Elektrofahrzeugen. Zum ersten Mal wurden neben den zahlreichen Verbrennern 18 E-Auto-Modelle in die Erhebung einbezogen. Diese schnitten im HU-Gesamtranking aller Fahrzeugtypen im Alter von zwei bis drei Jahren mit unterschiedlich guten Ergebnissen ab: So schafften es der Mini Cooper SE, der Audi Q4 e-tron und der Fiat 500e dank ihrer niedrigen Mängelquoten in die Top 10. Andere Elektro-Modelle belegten Plätze im vorderen Mittelfeld, zum Beispiel VW ID.3, ID.4 und ID.5, oder im unteren Bereich der Rangliste, zum Beispiel Skoda Enyaq, Dacia Spring.

    Und auch der letzte Platz im Ranking aller untersuchten Automodelle in dieser Altersklasse – inklusive Verbrenner – ging an einen Pkw mit Elektroantrieb: Das Tesla Model Y verzeichnete mit 17,3 Prozent die höchste Mängelquote. Besonders häufig wurden hier Schäden an den Achsaufhängungen, an den Bremsscheiben und an der Beleuchtung beanstandet. Als Grund dafür werden im TÜV-Bericht neben konstruktionsbedingten Mängeln Defizite bei Wartung und Service angeführt. Nur zwei Plätze weiter vorne landete ein weiteres Modell des US-Herstellers: Tesla Model 3, mit einer Mängelquote von 13,1 Prozent. Den vorletzten Platz belegte der Ford Mondeo mit einem Wert von 14,3 Prozent.

    TÜV-Report 2026: Welche Automarke schneidet im Ranking am besten ab?

    Zum Gesamtsieger des jüngsten TÜV-Reports wurde der Kleinwagen Mazda 2 gekürt. Lediglich 2,9 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Fahrzeuge wiesen erhebliche oder gefährliche Mängel auf und fielen damit durch die HU. Das ist die niedrigste Mängelquote aller geprüften Autos.

    Differenziert man die Fahrzeuge nach Altersklassen, führen unterschiedliche Modelle das HU-Ranking an. Das sind die Erstplatzierten im Überblick:

    Altersklasse der FahrzeugeErstplatziertes FahrzeugmodellMängelquote
    2- bis 3-JährigeMazda 22,9 Prozent
    4- bis 5-JährigeVW Golf Sportsvan / VW T-Rocjeweils 4,0 Prozent
    6- bis 7-JährigeVW T-Roc6,7 Prozent
    8- bis 9-JährigeMazda CX-39,7 Prozent
    10- bis 11-JährigeMercedes B-Klasse13,9 Prozent
    12- bis 13-JährigeVW Tuareg17,9 Prozent

    Übrigens: Der TÜV und die Europäische Kommission fordern eine Reform der HU-Intervalle für ältere Fahrzeuge: Autos, die älter als zehn Jahre sind, sollen demnach künftig jedes Jahr zur Pflichtinspektion. Wer die Frist für die HU verstreichen lässt und den TÜV überzieht, riskiert bereits heute ein Bußgeld.

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