Nur auf einem Autobahnstück bei Hamburg gab es laut Untersuchung bundesweit mehr Falschfahrer. In der Analyse war die Anzahl der Geisterfahrer-Meldungen auf verschiedenen Autobahnstrecken miteinander verglichen worden – jeweils in Bezug zur Streckenlänge.
Bis Ende September schon 38 Falschfahrer
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Kempten waren heuer bis Ende September im gesamten Schutzbereich 38 Geisterfahrer gemeldet worden. Darunter waren sieben auf dem nicht einmal vier Kilometer langen Abschnitt der A 980 südlich von Kempten.
Geisterfahrer-Gefahr droht vor allem Kurzstrecken: Besonders hoch sei das Risiko vor allem auf kurzen Autobahnen und Zubringern mit vielen Zu- und Abfahrten. "Je kürzer die Strecke, desto höher die Gefahr, falsch auf eine Autobahn aufzufahren", sagte ein ADAC-Sprecher. ADAC-Stauprognose: Weihnachten und Silvester
Geisterfahrer-Gefahr droht vor allem Kurzstrecken
An Samstagen und Sonntagen fahren der ADAC-Statistik zufolge rund doppelt so viele Fahrer in die falsche Richtung wie an einem Wochentag, teilte der Autoclub am Donnerstag mit. Ein erhöhtes Risiko bestehe zudem zwischen 20 Uhr und 5 Uhr morgens. In der dunklen Jahreszeit ist jedoch statistisch keine größere Gefahr erkennbar: Die meisten Meldungen gehen zwischen August und Oktober ein.
Auf ostdeutschen Straßen sind viel weniger Falschfahrer unterwegs als im Westen - der ADAC führt dies auf modernere Autobahnen und eine bessere Beschilderung in den neuen Bundesländern zurück. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im Saarland fahren im Ländervergleich - bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes - die meisten Geisterfahrer. (mun/AZ)