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Bayern LB: Bayern LB fordert Schadenersatz vom Formel 1-Chef

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Bayern LB fordert Schadenersatz vom Formel 1-Chef

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    Er ist der unumstrittene Boss in der Formel 1: Bernie Ecclestone. Die Bayern LB prüft jetzt, ob sie gegen ihn Schadensersatzansprüche hat. Damit droht ihm eine Anklage wegen Bestechung. Foto: Jens Buettner dpa
    Er ist der unumstrittene Boss in der Formel 1: Bernie Ecclestone. Die Bayern LB prüft jetzt, ob sie gegen ihn Schadensersatzansprüche hat. Damit droht ihm eine Anklage wegen Bestechung. Foto: Jens Buettner dpa Foto: Jens Buettner, dpa

    Der Skandal um die Bayern LB geht in die nächste Runde. Nachdem das ehemalige Vorstandsmitglied Gerhard Gribkowsky verurteilt worden war, prüft die Bank jetzt, ob sie auch gegenüber Formel 1-Chef Bernie Ecclestone Schadensersatzansprüche hat. "Wir haben entsprechende Akteneinsicht beantragt", sagte ein Sprecher der Bank am Montag in München. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft die Dokumente noch nicht herausgegeben, weil Ecclestones Anwalt Einspruch eingelegt hat. Möglicherweise werde das Gericht entscheiden müssen, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

    Gribkowsky soll von Ecclestone 44 Millionen erhalten haben

    Das Landgericht München hatte Gribkowsky im Juni zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Manager hatte zugegeben, Ecclestone beim Formel 1-Verkauf eine Provision in Höhe von 66 Millionen Dollar zugeschanzt zu haben, von der 44 Millionen Dollar heimlich wieder an ihn zurückgeflossen sind.

    Die Provision an Ecclestone wäre nach Ansicht der Richter ohne die Vereinbarung zwischen Gribkowsky und Ecclestone nicht geflossen und hat der BayernLB geschadet. Gribkowsky hatte das vor Gericht bestätigt und eingeräumt, dass die Provision nicht nötig gewesen wäre, da Ecclestone die Banken ohnehin aus der Formel 1 loswerden wollte. "Ich hätte diese Provision schlicht ablehnen müssen."

    Formel 1-Chef droht Anklage wegen Bestechung

    Wegen der Vorwürfe droht Ecclestone eine Anklage wegen Bestechung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2011 gegen den mächtigen Formel 1-Chef. Wann eine Entscheidung getroffen wird, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen gegen Ecclestone seien getrennt von denen gegen Gribkowsky zu betrachten. "Man muss individuell eine Schuld nachweisen", sagte Thomas Steinkraus-Koch

    Bayern LB hat Gribkowskys Vermögen schon geschröpft

    Von Gribkowsky will sich die Bayern LB Schadenersatz in zweistelliger Millionenhöhe holen - und hat schon begonnen, das Geld einzusammeln. Nach der Verhaftung des einstigen Top-Managers hatte die Bank durch einen Arrestantrag das gesamte Vermögen Gribkowskys einfrieren und sich damit den Zugriff auf rund 32 Millionen Euro sichern lassen. Dazu gehören Konten von Gribkowsky bei mehreren Kreditinstituten, ein Aktiendepot, ein Grundstück im Raum München, eine Wohnung in Bremen, ein großer Wohnblock in Berlin mit mehreren hundert Mietern, Autos, wertvolle Uhren und eine Weinsammlung, die seit der Verhaftung Gribkowskys im Keller der Bayern LB gelagert ist. Ein Teil des Vermögens liegt allerdings in einer Kinderkrebs-Stiftung in Österreich und ist damit schwer zu greifen. Die Bayern LB hatte deshalb eine Anwaltskanzlei dort eingeschaltet. (dpa)

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