Am Sonntagnachmittag hatte es Probleme mit der Gepäckförderanlage des Terminal 2 gegeben. 40 Minuten lang stand das Band still.
"Ein Datenbankfehler hat die Probleme ausgelöst", sagte Edgar Engert von der Pressestelle des Münchner Flughafens auf Anfrage von AZ-Online. "Wir haben zwar sofort auf ein anderes System umgeleitet, das geht aber nicht in Sekundenschnelle sondern kann sich bis zu 40 Minuten hinziehen", erklärte Engert.
In dieser Zeit mussten die Gepäckstücke per Hand verladen werden. Dabei sind rund 4500 Koffer nicht mit ihren Besitzern weitergeflogen.
Derzeit suchen Experten, die die Software erstellt haben, nach dem Fehler. "Generell läuft das System einwandfrei, seit sieben bis acht Jahren hat es keine Probleme gegeben. Aber 100 prozentige Sicherheit gibt es bei den Computern auch nicht.", sagte Engert.
Viele Gepäckstücke müssen noch ausgeliefert werden
Bereits seit Montag sind zusätzlich angeforderte Kräfte dabei, die liegengebliebenen Gepäckstücke auf den Weg zu bringen. "Das kann aber noch dauern", prophezeite Engert. "Wir müssen die Koffer ihren Besitzern zuordnen. Das braucht alles seine Zeit, denn es waren sowohl Inlandsflüge als auch Flüge ins europäische Ausland betroffen. Wir haben sogar eine Anfrage aus Indien aufgenommen.", so Engert.
Die Personendaten sind bei den Airlines gespeichert. Diese haben bereits seit Montag viele Koffer mit verschiedenen Flugzeugen aus München ausgeflogen. "Doch es ist auch eine Frage der Kapazität", erklärte Engert. Nicht jedes Flugzeug kann zusätzliches Gepäck aufnehmen.
Den gesamten Vorfall nannte Engert "bedauerlich", aber die Kräfte versuchen schnellstmöglich, die Koffer auszufliegen, betonte Engert. AZ