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Deggendorf: Illegale Autorennen halten Polizei auf Trab

Deggendorf

Illegale Autorennen halten Polizei auf Trab

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    Die Deggendorfer Polizei geht verstärkt gegen Autorennen vor. (Symbolbild)
    Die Deggendorfer Polizei geht verstärkt gegen Autorennen vor. (Symbolbild) Foto: Polizei Oberpfalz

    In Deggendorf ist es wahrscheinlich wie überall: Halbstarke Autofahrer zeigen gerne, was sie haben: sei es das Tuning mit Spoilern und tiefergelegter Karosserie oder PS-starke Motoren. Doch mehr als anderswo machen illegale Autorennen der Polizei Sorgen.

    Die niederbayerische Stadt will dem jetzt einen Riegel vorschieben. Vor allem die Graflinger Straße hat es den Verkehrssündern angetan. "Wenn Autorennen stattfinden, dann da", bestätigt der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Deggendorf, Klaus Brunnbauer. Erst am vergangen Wochenende seien - wie Zeugen gegenüber der Polizei Deggendorf berichteten - wieder zwei junge Männer mit überhöhter Geschwindigkeit durch diese Straße gefahren.

    Doch die Graflinger Straße, die vom Oberen Stadtplatz in Richtung Westen zum Graflinger Tal führt, ist bei jungen Autofahrern auch für sogenannte Schaufahrten besonders beliebt. Nicht nur als Rennstrecke, sondern quasi als Flaniermeile für getunte und aufgemotze Autos. Man zeigt, was man hat, und dann kann es schon mal dazu kommen, dass zwei PS-Protze ihre Kräfte messen.

    Nachdem sich inzwischen auch viele Anwohner über den Lärm durch die Autofahrer beschwert haben, hat die Polizei Mitte 2010 einen Maßnahmenkatalog erstellt, der wieder mehr Ruhe bringen soll. Die Anwohner hätten sich allerdings nicht nur über sinnloses und mehrmaliges Hin -und Herfahren der meist jungen Leute beschwert, sondern besonders über ihre abendlichen und nächtlichen Treffen. "Die Graflinger Straße führt durch ein Gewerbegebiet, in dem nicht nur Fastfoodketten und Supermärkte beheimatet sind, auf deren leeren Parkplätzen sich die Autofahrer nachts gerne treffen. Dort wohnen auch Menschen", erklärt der Polizist gegenüber AZ-Online. 

    Kontrollen gegen Raser

    Seitdem hätte die Polizei ihre Streifenkapazitäten in der Graflinger Straße erhöht. Es werde sowohl mit Radarfallen als auch mit Laserpistolen die Geschwindigkeit kontrolliert. Die Ampelschaltung werde nachts nicht mehr ausgeschaltet, und an den Fahrzeugen werden technische Kontrollen durchgeführt. Jeder Verstoß wird sofort mit einem Bußgeld geahndet. "Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, die im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten liegen", betont Brunnbauer.

    Erst am Samstag hatten sich wieder Zeugen bei der Polizei gemeldet, die zwei Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in der Graflinger Straße beobachtet hätten. Einen der Raser haben die Beamten inzwischen ermittelt. Es handelt sich dabei um einen 23 Jahre jungen Mann. Den zweiten Autofahrer hat die Polizei inzwischen auch im Visier.

    Trotz der verstärkten Kontrollen sind der Polizei oft die Hände gebunden, sagt Brunnbauer. "Die meist jungen Männer verabreden sich über Facebook oder andere Internetplattformen zu Rennen, was wir natürlich nicht kontrollieren können."  So bleibt nur zu hoffen, das keine Unfälle passieren oder die Autofahrer zur Vernunft kommen.

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