Vatertag, Männertag, oder Herrentag - die Bedeutung bleibt immer gleich. Seit der Einführung hat sich das Brauchtum in Deutschland kaum verändert.
Seine Wurzeln als Feiertag hat der Vatertag in den USA. Dort wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts als Ehrentag für die Väter eingeführt. 1974 wurde er von Präsident Richard Nixon schließlich zu einem offiziellen Feiertag ernannt.
In Deutschland wird der Vatertag an dem christlichen Feiertag "Christi Himmelfahrt" gefeiert, der seit 1936 ein gesetzlicher Feiertag ist. Mittlerweile geht es bei uns aber, anders als am Muttertag, nicht darum den Vater zu ehren, sondern einen vergnüglichen Tag zu verbringen.
Der traditionelle Vatertagsbrauch entstand aus der so genannten "Berliner Herrenpartie". Jeweils zu "Christi Himmelfahrt" zogen Väter und Söhne mit Bier und Schnaps ins Grüne. Der Alkohol wurde dabei meist auf einem Leiterwagen, Fahrradanhänger oder Schubkarren transportiert. Damals wie heute sind Jung und Alt daran beteiligt.
Solche Vatertagswanderungen sind auch heute noch beliebt, obwohl der Trend immer mehr zum Familienausflug geht. Traditionell steht aber das Vergnügen und der Alkohol im Vordergrund. Dass sich der Brauch weiterhin fortsetzt, wird durch die stets überdurchschnittlich hohe Anzahl an Schlägereien und alkohlbedingten Verkehrsunfällen an Christi Himmelfahrt deutlich.