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Donau hat Hochwasser: "Nabada" in Ulm komplett abgesagt

Donau hat Hochwasser

"Nabada" in Ulm komplett abgesagt

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    Das Nabada in Ulm musste abgesagt werden.
    Das Nabada in Ulm musste abgesagt werden. Foto: Roland Furthmair

    Ulm (AZ). Lange Gesichter bei vielen eingefleischten Nabada-Fans in Ulm und Neu-Ulm. Erstmals seit über 20 Jahren ist das feucht-fröhliche Spektakel komplett abgesagt worden. Grund war die ungewöhnlich starke Strömung der Donau.

    Die Organisatoren hatten zunächst überlegt, ob das Nabada eventuell in abgespeckter Form am Samstag nachgeholt werden solle - entsprechende Pläne warf das Organisationsteam dann aber wieder über Bord.

    Noch am Morgen sah es eigentlich ganz gut aus. Zwar war es ziemlich windig und bedeckt, doch die Sonne spitzelte immer wieder durch die Wolken hindurch. Geregnet hat es auch nicht. Doch die Wassermassen, die am Sonntagabend im Allgäu vom Himmel geprasselt waren, bahnten sich über die Iller ihren Weg nach Ulm, die Strömung wurde immer stärker. Am Vormittag wurde zunächst das "wilde Nabada" abgesagt. Kurz nach elf Uhr stand fest: Die Veranstaltung fällt komplett ins Wasser.

    "Die Strömung ist wirklich so unheimlich stark, dass wir für die Sicherheit der Teilnehmer nicht garantieren können", sagte Oberbürgermeister Ivo Gönner beim Empfang im Rathaus nach der Schwörfeier auf dem Weinhof. "Es hat uns selber sehr leidgetan."

    "Es ist leider so", sagte Alois Schnizler, der Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Ulm. Erlaubt sei das Nabada nur bis zu einer Durchflussmenge von 160 Kubikmeter pro Sekunde. Am Vormittag seien am Messpunkt an der Adenauerbrücke bereits 250 Kubikmeter gemessen worden. Die Vorhersage ging von bis zu 400 Kubikmeter aus. Die Donau war damit zu einem reißenden Fluss geworden, mit unkalkulierbaren Risiken für Bootsfahrer und Schwimmer. Abgesehen davon, dass das Wasser lediglich fröstelige neun Grad kalt war und dicke Äste und Zweige von den Wassermassen mitgerissen wurden.

    Schnizler hoffte, dass niemand so unvernünftig sein würde, trotz des Verbots ins Wasser zu gehen: "Die stürzen sich in ihr Unglück." Die Wasserwacht patrouillierte, Helfer am Land informierten die Nabader, es gab Durchsagen per Megafon. Erstmals seit vielen Jahren wurden die berühmten "roten Körbe" am Münster angebracht, die anzeigen, dass das Nabada ins Wasser fällt.

    Dennoch bekamen einige Besucher nicht oder erst sehr spät mit, dass das bunte Treiben auf dem Fluss abgesagt wurde, vor allem Leute, die von außerhalb kamen. Entsprechend groß war bei vielen die Enttäuschung. "Hätte man das nicht früher wissen können?", fragte eine Besucherin aus Stuttgart. Schwer enttäuscht waren auch die teilnehmenden Vereine. Deren selbst gestaltete Schachteln blieben zunächst am Neu-Ulmer Ufer liegen.

    Ein kleiner Trost: Wer uns ein Bild von seinem Nabada-Themenboot schickt, findet es dann hier in einer Bildergalerie wieder. So können alle Nabada-Fans wenigstens online sehen, was ihnen durch die Absage des feucht-fröhliochen Spektakels entgangen ist.

    Schicken Sie Ihr Foto bitte an redaktion@nuz.de

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