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Familie nimmt Abschied von Gudrun Wagner

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Familie nimmt Abschied von Gudrun Wagner

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    Familie nimmt Abschied von Gudrun Wagner
    Familie nimmt Abschied von Gudrun Wagner

    Bayreuth (dpa/lby) - Fünf Tage nach ihrem Tod ist am Montag Gudrun Wagner auf dem Stadtfriedhof in Bayreuth im engsten Familienkreis beigesetzt worden.

    Die Ehefrau des 88-jährigen Leiters der Bayreuther Festspiele, Wolfgang Wagner, war am vergangenen Mittwoch im Alter von 63 Jahren überraschend an den Folgen einer Operation gestorben. Sie fand im Familiengrab der Wagners ihre letzte Ruhestätte.

    An einer Trauerfeier und der anschließenden Beisetzung nahmen nach Angaben von Festspiel-Sprecher Peter Emmerich rund 20 Verwandte und Freunde der Wagners teil, darunter auch der Dirigent und Münchner Generalmusikdirektor Christian Thielemann, die Opernsängerin Linda Watson und der Bayreuther Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU). Festspielsprecher Emmerich sagte: "Das ist für Wolfgang Wagner eine der schwersten Stunden seines Lebens".

    Der gesundheitlich angeschlagene Festspielleiter Wolfgang Wagner und seine Tochter Katharina legten die kurze Entfernung von der Aussegnungshalle zum Grab in einer schwarzen Limousine zurück. Der Sarg der 63-Jährigen war mit roten Rosen geschmückt. Die Trauerfeier am offenen Grab bei Regen und stürmischem Wind dauerte nur wenige Minuten. Eine öffentliche Trauerfeier für Gudrun Wagner ist für den 13. Dezember in der Bayreuther Kirche St. Georgen geplant.

    "Gudrun Wagner hinterlässt eine große Lücke", sagte Festspielsprecher Emmerich. Nun müsse überlegt werden, wie diese Lücke am besten geschlossen werden könne. Nach Emmerichs Angaben besteht aber kein Grund zur Eile. Dies gelte auch für die Neuregelung der Festspielleitung, sagte der Festspielsprecher. Gudrun Wagner galt als wichtigste Mitarbeiterin ihres gesundheitlich angeschlagenen Mannes.

    Die Trauerenden hatten sich zunächst am Sarg der Toten von Gudrun Wagner verabschiedet. Abschließend gedachte die Familie der Toten mit einer Trauerfeier in der Friedhofskapelle, von der die Öffentlichkeit ausgeschlossen war. Zum Schutz vor Presse und Schaulustigen hatte die Stadt das Friedhofsareal schon längere Zeit vorher weitläufig abgesperrt.

    Im Familiengrab der Wagners sind Siegfried und Winifred Wagner, die Eltern Wolfgang Wagners, sowie sein 1967 gestorbener Bruder Wieland Wagner begraben. Auch die Gräber berühmter Persönlichkeiten wie des Komponisten Franz Liszt und des Schriftstellers Jean Paul finden sich auf dem Bayreuther Stadtfriedhof.

    Unterdessen geht auf dem "Grünen Hügel" der Betrieb weiter. Die technischen Abteilungen des Hauses bereiten nach Worten von Festspielsprecher Peter Emmerich derzeit die Neuinszenierung des "Parsifal" im kommenden Jahr vor. Dekorationen würden gebaut, Kostüme und Perücken angefertigt. Zudem laufe der Kartenverkauf für die Festspiele 2008 auf Hochtouren.

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