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Fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt: Länder, macht was draus!

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Kommentar Von Sarah Ritschel
21.02.2019

Mit dem Digitalpakt wird der Bund viel Geld für Digitalisierung an Schulen investieren. Jetzt sind die Länder am Zug.

Seit Jahrzehnten hinken Schulen dem technischen Fortschritt hinterher. Millionen Wohnzimmer waren schon mit internetfähigen Fernsehern ausgestattet, als man an den Schulen noch den Videorekorder nutzte. Jugendliche drehten zu Hause an beleuchteten Globen, in den Klassenzimmern hingen vergilbte Landkarten.

Digitalpakt für Deutschland: Bundesländer müssen jetzt liefern

Jetzt haben Schulen die Chance, aufzuholen. Aus einer ganzen Reihe von Fördertöpfen fließt Geld in die Digitalisierung. Sogar der Bund will jetzt helfen. Die Bildungspolitiker der Länder sind deswegen längst nicht fein raus, im Gegenteil. Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrund: Digitalpakt: Bayerns Schüler bekommen Tablets vom Bund

Nur sie können Studiengänge planen, in denen angehende Lehrer auf digitales Unterrichten vorbereitet werden. Die gibt es an bayerischen Unis zu selten. Und nur die Länder können technisch wenig erfahrenen Lehrern Fortbildungen anbieten. Erst dann verlieren sie ihre Scheu vor der Digitalisierung.

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Wie die Länder die Digitalisierung jetzt organisieren müssen

Ferner ist es Aufgabe der Länder, IT-Experten bereitzustellen. Man kann von einem Lehrer nicht verlangen, dass er mal kurz eine defekte Festplatte repariert.

Und was nützen all die Tablets, wenn am Ende niemand damit arbeiten kann?

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.02.2019

Kein Kind braucht Tablets zum Lernen. Stattdessen sollten Lehrer die Fortbildungen in der Ferienzeit legen und somit die Unterrichtsausfallzeiten minimieren. Die Qualität des Unterrichtes hängt nicht von der Auswahl des Mediums ab, oder von der Farbe der Kreide an der Tafel. Digitalisierung ist mal wieder so eine Worthülse, welche niemand mit richtigem Inhalt füllt. Statt in Tablets und WLAN zu investieren, sollten endlich Programmiersprachen auf dem Lehrplan stehen. Dazu reicht heute schon die Infrastruktur. Meine Kinder kannten im Kindergartenalter 200 Pokémon Figuren auswendig. Wären die jetzt nach dem Periodensystem benannt gewesen, wäre dieses Wissen auch später von Nutzen gewesen. Das zeigt wozu Kinder im Stande sind, wenn Emotionen und Begeisterung mit Lernen einhergehen. Dazu braucht es aber richtig gute (Video-) Spiele, welche auch Spaß machen. Ein Tablet mit witzlosen Apps sind nur rausgeschmissenes Geld.

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