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Gablingen/Bad Aibling: BND gibt sich in Bad Aibling und Gablingen zu erkennen

Gablingen/Bad Aibling

BND gibt sich in Bad Aibling und Gablingen zu erkennen

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    Der Präsident des BND, Gerhard Schindler, bringt im Zuge einer Transparenzoffensive Schilder mit der Bezeichnung "Bundesnachrichtendienst" an der Abhöranlage in Bad Aibling an.
    Der Präsident des BND, Gerhard Schindler, bringt im Zuge einer Transparenzoffensive Schilder mit der Bezeichnung "Bundesnachrichtendienst" an der Abhöranlage in Bad Aibling an. Foto: Stephan Jansen, dpa

    Den Standort des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Bad Aibling in Oberbayern sieht man wegen seiner 13 großen Antennen schon von weitem. Dabei handelt es sich um Parabolspiegel, die Satellitenkommunikation anzapfen können. Insbesondere sind davon Telefonate in Krisenregionen wie beispielsweise Afghanistan interessant.

    Die größte Parabolantenne hat einen Durchmesser von 18,3 Metern. Um gegen Witterung geschützt zu sein, arbeiten die Antennen unter Schutzhüllen. Die sogenannten Radome sehen daher aus wie große weiße Bälle.

    Ursprünglich hatten die Amerikaner auf dem Gelände der heutigen Mangfall-Kaserne nach dem Zweiten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Der spätere Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, soll dort ebenso inhaftiert gewesen sein wie Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass.

    Später wurde Bad Aibling eine US-Abhörstation, die 2004 vom BND übernommen wurde. Während die Amerikaner früher bis zu 2000 Mitarbeiter dort hatten, hat der BND heute 140 Beschäftigte in Bad Aibling. Bisher wurde die Abhöranlange dort unter Tarnnamen wie "Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr" genutzt.

    Tarnnamen der Abhöranlage werden aufgegeben

    Nun gibt der BND seine Geheimniskrämerei am Freitag auch erkennbar auf: Präsident Gerhard Schindler will die Außenstelle mit dem Namensschild "Bundesnachrichtendienst" versehen. Die Nutzung von Tarnnamen gehöre dann der Vergangenheit an, teilte der BND in Berlin mit.

    Nach Darstellung des Informanten Edward Snowden sind auf dem Gelände auch Spezialisten des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) aktiv. Die Luftwaffe der Bundeswehr betrieb dort bis 2002 ein Flugabwehr-Raketenbataillon.(dpa/AZ)

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