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Tourismus

11.08.2017

Im Allgäu machen mehr Menschen Urlaub als je zuvor

Gute Nachricht für Touristen: Die Wasserqualität in Bayerns Badeseen ist hervorragend.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Deutschland ist das liebste Reiseland der Bundesbürger. Davon profitiert auch die Region. Und nicht nur das Ostallgäu oder der Bodensee.

Es ist August. Wer kann, macht jetzt Urlaub. Und, wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht, tun das immer mehr in der Heimat. „Der Deutschen liebstes Reiseziel ist das eigene Land“, sagt Dirk Dunkelbeck vom Deutschen Tourismusverband (DTV). Das gilt immerhin für ein Drittel der Reisenden. Erst dann folgen Spanien und Italien als beliebteste Reiseziele. Den Hotels und Gaststätten im Land beschert das Rekorde. In den ersten sechs Monaten des Jahres zählten sie 205,1 Millionen Übernachtungen – drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat. „Wir steuern auf das achte Rekordjahr in Folge zu“, sagt Dunkelbeck.

Das Allgäu wird bei Touristen immer beliebter

Bayern steht auf der Beliebtheitsskala der Urlauber weit oben. Im ersten Halbjahr 2017 wurden im Freistaat 16,6 Millionen Gäste gezählt – gut vier Prozent mehr als es im Vorjahreszeitraum waren. 41,6 Millionen Menschen übernachteten in Bayern, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Der Tourismus-Boom wird in erster Linie von Schwaben getragen. In der Region legten die Zahl der Urlaubsgäste um mehr als neun Prozent auf 2,4 Millionen zu. Im Allgäu lag das Plus bei acht Prozent, im restlichen Schwaben sogar bei fast zwölf Prozent.

Bernhard Joachim, Geschäftsführer des Tourismusverbands Allgäu/ Schwaben, ist zufrieden mit den Zahlen. Schließlich sind sie so gut wie nie. „Das ist wieder ein neuer Rekord – und das mehrere Jahre in Folge.“ Und: Im Allgäu machen so viele Menschen Urlaub wie nirgends sonst in Bayern – von der Landeshauptstadt München mal abgesehen. Joachim führt das jüngste Wachstum vor allem auf Investitionen zurück. „In den vergangenen Jahren ist viel passiert.“ So hätten die Hotels und Gaststätten nicht nur ihre Ausstattung verbessert. Zuletzt seien auch die Kapazitäten erweitert worden, etwa durch neue Hotels in Nesselwang, Füssen und Lindau.

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Das spiegelt sich auch in den Übernachtungszahlen für das erste Halbjahr wider: Im Ostallgäu stiegen sie um neun, in Lindau um fast zehn Prozent. Im Landkreis Donau-Ries lag das Plus bei sieben, schwabenweit bei gut fünf Prozent. Einbußen verzeichneten die Stadt Kaufbeuren (minus 20 Prozent) sowie die Kreise Dillingen (minus fünf) und Unterallgäu (minus drei). Eine Ausnahme ist der Kreis Günzburg mit einem Zuwachs von 51 Prozent, was aber in erster Linie an einem Sondereffekt liegt: Das Legoland hatte über Jahre statt der Übernachtungen die gebuchten Zimmer für die Statistik gezählt.

Aktiv sein im Urlaub ist Trend

Dass das Allgäu als Urlaubsziel immer beliebter wird – trotz der relativ schneearmen Winter der vergangenen Jahre –, führt Tourismus-Experte Dunkelbeck vor allem auf das breite Angebot zurück. „Die Deutschen möchten zunehmend aktiv im Urlaub sein. Sie wollen die Natur erleben, wandern, radeln, und natürlich die regionale Küche erleben.“

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