Das werden auch schmerzhafte Dinge sein - das muss jedem klar sein", sagte Schmid am Donnerstag in München. "Es wird viele hart treffen." Da brauche man gar nicht lange zu rechnen, wenn man wisse, wie deutlich die Bundeswehr verkleinert werden solle und wie viele Standorte es im Freistaat derzeit noch gebe. Schmid kritisierte es allerdings als "Kaffeesatzleserei", wenn die SPD jetzt schon eine Zahl von bis zu zehn Standorten nenne, die voraussichtlich geschlossen werden müssten. Das könne man heute noch nicht sagen.
Schmid betonte aber erneut, dass es wegen der Folgen der Bundeswehrreform Ausgleichsmaßnahmen für die betroffenen Städte und Gemeinden geben müsse, in denen Standorte dichtmachen müssen. "Da werden wir ein Programm des Bundes und des Landes brauchen." Über all diese Fragen will die CSU-Fraktion auch mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière sprechen. Der CDU-Politiker ist kommende Woche zu Gast auf der Herbstklausur der Landtags-CSU im Kloster Banz.
In Bayern ist die Bundeswehr am stärksten vertreten
Die Bundeswehr ist in Bayern so stark vertreten wie in keinem anderen Bundesland. Es gibt noch 68 Standorte mit rund 50000 Dienstposten. In vielen Regionen stellen die Kasernen und anderen Einrichtungen der Bundeswehr einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.
Die größten Niederlassungen in unserer Region sind neben den Einheiten der Luftwaffe im Lechfeld die Standorte in Dillingen, Donauwörth, Füssen, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kempten, Landsberg, Neuburg an der Donau und Sonthofen.
Betroffen von der Bundeswehrreform ist Bayern auch als Hochburg der Rüstungsindustrie. Für Unternehmen wie EADS (Ulm), Eurocopter (Donauwörth), Diehl (Nürnberg), Renk (Augsburg) oder Krauss-Maffei (München) ist das Militär ein wichtiger Auftraggeber. dpa/jub