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Kommentar: Der Kurswechsel beim Riedberger Horn ist nicht genug

Kommentar

Der Kurswechsel beim Riedberger Horn ist nicht genug

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    Am Riedberger Horn sollten zwei Skigebiete mit einer Skischaukel verbunden werden.
    Am Riedberger Horn sollten zwei Skigebiete mit einer Skischaukel verbunden werden. Foto: Ralf Lienert (Archiv)

    Der Streit über die Verbindung zwischen zwei Skiliften am Riedberger Horn im Oberallgäu hat eine irrwitzige Dimension angenommen. Diese wird dem geplanten Bau, der nur eine kleine Teilfläche des geschützten Gebietes überspannen würde, nicht gerecht. Verantwortlich dafür sind auf der einen Seite die Planer des Projektes, die – angetrieben von Horst Seehofer und Markus Söder – an einer Rechtsposition festhielten, als diese schon nicht mehr zu halten war.

    Auf der anderen Seite haben auch einige Gegner überzogen, beispielsweise, als sie einen mehrere Kilometer entfernten Murenabgang kurzerhand ans Riedberger Horn „verlegten“, um ihr Argument, der Berg sei gefährdet, zu bekräftigen.

    Für das Allgäu ist diese Liftverbindung nicht bedeutend, die Diskussion darüber schadet aber dem Image als Naturregion. Das ist ein Argument für Söders Kurswechsel. Das zweite: Er möchte die Diskussion vor dem Wahlkampf beenden. Das ist taktisch nachvollziehbar, reicht aber nicht. Als Ministerpräsident muss Söder nun Vorschläge machen, wie naturnaher Tourismus in den Alpen gestaltet werden soll.

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