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Mord an Klinik-Patientin im Allgäu: Profiler erstellen Persönlichkeitsbild möglicher Täter

Mord an Klinik-Patientin im Allgäu

Profiler erstellen Persönlichkeitsbild möglicher Täter

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    Die Fachklinik Helios-Kliniken in Bad Grönenbach. In der  Klinik ist eine 39 Jahre alte Patientin ermordet worden.
    Die Fachklinik Helios-Kliniken in Bad Grönenbach. In der Klinik ist eine 39 Jahre alte Patientin ermordet worden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

    Auch knapp eine Woche nach dem mysteriösen Mord in der Bad Grönenbacher Reha-Klinik Am Staufenberg (Unterallgäu) hat die Polizei noch keinen konkreten Tatverdacht.

    Wie berichtet, hatten ein oder mehrere Täter in der Nacht zum vergangenen Dienstag eine 39 Jahre alte Patientin umgebracht. Die Polizei sprach von massiver Gewaltanwendung. Die genaue Todesursache wollte die Polizei nicht mitteilen, weil es sich um „Täterwissen“ handle. Die Leiche war am Dienstagmorgen kurz vor neun Uhr von einer Klinikbeschäftigten im Bett in einem Einzelzimmer gefunden worden. Die hörgeschädigte Frau aus Karlsfeld (Kreis Dachau) hatte am Abend zuvor noch an einer von den Patienten organisierten Feier mit rund 20 Personen teilgenommen.

    Opfer war Kinderpflegerin

    Eine außerhalb des Klinikgeländes gefundene Tasche gehörte der Toten, wie die Polizei gestern weiter mitteilte. Die Ermittler gehen nach der Spurenlage davon aus, dass der oder die Täter ohne ein gewaltsames Öffnen der Türe in das Zimmer der Kinderpflegerin eindrangen. Sicher ist mittlerweile, dass die Frau in ihrem Zimmer getötet wurde. Polizeisprecher Christian Owsinski sagte gestern, es werde weiterhin „in jede Richtung ermittelt“.

    Ob die Frau alkoholisiert war, ist derzeit noch unklar

    Dies beziehe sich auch auf die Frage, ob es möglicherweise einen Zusammenhang mit einer Sexualstraftat gebe. Im Zuge der Obduktion ist auch der Frage nachgegangen worden, ob die Frau zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert war. Ein Untersuchungsergebnis liege aber noch nicht vor, so Owsinski. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass die Auswertung weiterer gesicherter Spuren durch die 20-köpfige Einsatzgruppe „Klinik“ noch mehrere Tage dauern wird. Insgesamt wurdenweit über 600 Spuren gesichert und die entsprechenden Untersuchungen in Auftrag gegeben. Aufgrund dieser hohen Anzahl an Spuren gestalten sich die erforderlichen Untersuchungen entsprechend zeitaufwendig, so die Polizei. 

    Eingeschaltet in den Fall wurden inzwischen auch Spezialisten des Münchner Kommissariats für Operative Fallanalyse. Die sogenannten Profiler sollen ein Persönlichkeitsprofil von möglichen Tätern erstellen. Insgesamt wurden bisher schon über 60 Personen vernommen, darunter auch Patienten und Personal der Reha-Klinik.

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