Wie das Meinungsfoschungsinstitut Forsa herausfand, käme die SPD in Bayern mittlerweile auf 21 Prozent der Stimmen, die Grünen legten auf 16 Prozent zu. Zusammen mit den Freien Wählern, die bei etwa zehn Prozent landen würden, kommt die derzeitige Opposition damit auf 47 Prozent. Forsa hatte für das Magazin "Stern" zwischen dem 15. und dem 26. August rund 1000 Wahlberechtigte in Bayern befragt.
Nach den Angaben des Forsa-Instituts liegt die CSU im Freistaat in der Wählergunst dagegen nur noch bei 41 Prozent. Der gegenwärtige Koalitionspartner FDP wäre mit drei Prozent nicht mehr im Landtag vertreten.
"Aber die CSU soll jetzt nicht in Panik ausbrechen", sagte Glück dem "Münchner Merkur" (Samstag). Die CSU könne sich ein "gesundes Selbstbewusstsein" leisten, müsse aber auch offen nach den Gründen für die schlechten Werte forschen. Einer Forsa-Umfrage zufolge droht CSU und FDP bei der nächsten Landtagswahl ein Debakel mit dem Verlust der Regierungsmehrheit. Die CSU liegt in der Wählergunst derzeit nur noch bei 41 Prozent.
Dies sei zwar eine "Momentaufnahme", sagte Glück. Doch seine Partei müsse dazulernen. Glück kritisierte, dass die CSU konservative Themen wie Nachhaltigkeit oder die Schattenseiten der Wohlstands- und Wachstumsgesellschaften zu sehr den Grünen überlassen habe. Außerdem reiche es heute nicht mehr aus, wenn "in erster Linie die Kritik an den anderen der Hauptstoff der eigenen politischen Argumentation ist".
Glück führte von 1988 bis 2003 die CSU-Landtagsfraktion und war von 2003 bis 2008 als Landtagspräsident. Zu seiner Amtszeit galt er als graue Eminenz und Strippenzieher in der CSU. dpa/AZ