Eine Stadtautobahn teilt den Englischen Garten in München. Die Stadt überlegt, ob sie die Straße noch breiter machen soll. Zwei Architekten haben eine andere Idee. Der Isarring soll in einem Tunnel verschwinden.
Seit 1966 zerteilt der Isarring als vierspurige Stadtautobahn den Englischen Garten in München. Derzeit gibt es Überlegungen, zusätzlich eine Einfädelspur anzulegen, um den Stau an der Ampel-Kreuzung mit der Ifflandstraße aufzulösen.
Zwei Münchner Architekten haben jedoch eine andere Idee. Auf der Webseite www.einenglischergarten.de stellen Petra Lejeune-Grub und Hermann Grub ein Konzept vor, mit dem die Nord- und die Südhälfte des Englischen Gartens wieder zu einem Erholungspark verbunden werden sollen. Der Isarring soll dazu auf 300 Meter Länge in einem Tunnel verschwinden, der auch die geplante Einfädelspur aufnehmen soll.
Bislang sind die beiden Hälften des Parks nur durch einen schmalen Steg miteinander verbunden. Nur wenige Besucher finden diesen Weg in den Nordteil des Englischen Gartens. Die Architekten sind überzeugt, dass sich das ändert, wenn der Isarring im Tunnel liegt.
Nach einem Bericht des Münchner Merkur schätzt Architekt Grub die Kosten für den Bau auf etwa 50 Millionen Euro. Dabei könnten Wege und Bachläufe, die durch den Ring gekappt wurden, verbunden und der Park in seiner historischen Größe wiederhergestellt werden. Der Zeitung zufolge lehnt die Stadt München den Vorschlag nicht von vornherein ab. In einer Machbarkeitsstudie werde auch eine Tunnellösung geprüft, habe ein Sprecher des Baureferats erklärt. AZ