2011 kostete die Maß noch zwischen 8,70 und 9,20 Euro. Doch dabei ist es nicht geblieben. Lange wurde spekuliert und nun wurden die Preise für das Oktoberfest 2012 bekannt gegeben: Für eine Maß Bier zahlt der Wiesn-Besucher je nach Zelt und Brauerei heuer zwischen 9,20 und 9,50 Euro.
Höherer Bierpreis, weniger Geld für die Bedienungen
Manche sehen das als Wucher, aber viele Bierliebhaber werden wohl auch erleichtert sein, denn die magische Zehn-Euro-Grenze wurde somit noch nicht überschritten. Die meisten Wiesn-Besucher können einfach wie letztes Jahr mit einem Zehn-Euroschein bezahlen. Die eigentlichen Verlierer sind folglich die Bedienungen, deren Trinkgeld durch die Preiserhöhung verringert wird.
Der Preis für eine Wiesn-Maß seit 1810
Seit 1810 ist der Preis für die Wiesn-Maß stetig gestiegen. Ursprünglich lag er bei drei Kreuzer und drei Pfennige bzw. ein Pfund geräuchertes und 13 Kreuzer. Um die Jahrhundertwende, im Jahr 1898, waren es dann 26 Pfennige. 1922 kostete die Maß inflationsbedingt 50 Papiermark, 1925 nach der Währungsstabilisierung nur eine Reichsmark. Vor dem ersten Weltkrieg, 1933, zahlte man 90 Pfennige, nach dem Krieg, 1949, immerhin schon 1,70 Deutsche Mark. 1981 kostete ein Liter Bier erstmals über fünf und 1995 über zehn D-Mark. Zur Jahrtausendwende verlangten die Wirte zwischen 11,20 und 12,60 D-Mark. Die erste Euro-Mass aus dem Jahr 2002 kostete schließlich zwischen 6,30 und 6,80 Euro.
Wie jedes Jahr mussten die Wiesn-Wirte ihre Bierpreise im Vorfeld einreichen, damit sie von Wiesn-Chef und Wirtschaftsreferent Dieter Reiter auf Preiswucher geprüft werden konnten. Dabei wird aber in der Regel nichts beanstandet.