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München: Opposition fordert Aufklärung über Restlaufzeiten

München

Opposition fordert Aufklärung über Restlaufzeiten

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    Die Luftaufnahme vom Mittwoch (16.03.2011) zeigt die Kernkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach bei Landshut (Niederbayern).
    Die Luftaufnahme vom Mittwoch (16.03.2011) zeigt die Kernkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach bei Landshut (Niederbayern). Foto: Armin Weigel

    Alle drei Parteien misstrauen der Ankündigung von Umweltminister Markus Söder (CSU), nach Isar I solle das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld 2014 oder 2015 abgeschaltet werden. Die von der schwarz-gelben Koalition vereinbarte Verlängerung der Restlaufzeiten führe dazu, dass mehrere Atomkraftwerke länger am Netz bleiben könnten, kritisierte SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen am Mittwoch.

    Der Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek warnte, Bayern werde nach den Plänen der Bundesregierung Schlusslicht des Atomausstiegs in Deutschland sein. Nach der Abschaltung von Isar I sollten Gundremmingen und Grafenrheinfeld bis 2021 in Betrieb bleiben. "Im Vergleich zum rot-grünen Atomkonsens bedeutet das eine 18 Jahre längere Atomlaufzeit für die Atomkraftwerke in Bayern." Die Freien Wähler nannten die Berliner Pläne eine "gefährliche Mogelpackung". Söder hatte allerdings betont, dass er Grafenrheinfeld lieber 2014 als 2015 abschalten würde.

    Auslöser der Kritik sind Prognosen des Öko-Instituts und der Deutschen Umwelthilfe. Die schwarz-gelbe Koalition hatte vereinbart, dass vor allem die Reststrommengen der zwei Atomkraftwerke Mülheim-Kärlich (Rheinland-Pfalz) und Krümmel (Schleswig-Holstein) auf andere Reaktoren übertragen werden können.

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