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München: Ude hat keine Angst vor Guttenberg

München

Ude hat keine Angst vor Guttenberg

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    Christian Ude.
    Christian Ude.

    Der designierte SPD-Spitzenkandidat für die bayerische Landtagswahl,Christian Ude, betrachtet eine mögliche Rückkehr des früheren CSU-Stars Karl-Theodor zu Guttenberg in die Politik mit Gelassenheit. Der Münchener Oberbürgermeister sagte am Dienstag dem Hörfunksender Antenne Bayern, er habe zwar Guttenberg zunächst "eine gewisse Faszination durchaus zugesprochen". Mittlerweile seien aber "viele Menschen zu der Überzeugung gelangt, dass er ein großer Blender ist".

    Der SPD-Politiker fügte hinzu, die CSU habe Guttenberg nach schweren Verfehlungen "gedeckt und abgeschirmt in geradezu rührender Fürsorglichkeit". Und jetzt bedanke sich der Ex-Verteidigungsminister dafür "mit der arroganten These, das sei gar keine Volkspartei mehr".

    Karl-Theodor zu Guttenberg war im März als Verteidigungsminister zurückgetreten, weil er seine Dissertation in weiten Teilen abgeschrieben hatte. Kürzlich stellte die Staatsanwaltschaft Hof das Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf Urheberrechtsverletzung gegen Zahlung einer Geldauflage ein. Ein Großteil der 80.000 Exemplare umfassenden Startauflage von Guttenbergs Buch "Vorerst gescheitert" ist nach Angaben des Herder Verlags schon vergriffen. Rang drei belegte der Gesprächsband des früheren CSU-Hoffnungsträgers am Dienstagnachmittag auf dem Bestseller-Rang des Internethändlers "Amazon". (dapd-bay)

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