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Nahverkehr München: Express-S-Bahn zum Flughafen: "Der Wille ist da"

Nahverkehr München

Express-S-Bahn zum Flughafen: "Der Wille ist da"

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    Express-S-Bahn zum Flughafen: "Der Wille ist da"
    Express-S-Bahn zum Flughafen: "Der Wille ist da" Foto: dpa

    München - In zehn Minuten vom Hauptbahnhof zum Münchner Flughafen - so lautete das Versprechen, das stets mit dem geplanten Bau des Transrapids verbunden war. So rasant wird die Fahrt nun, nach dem Aus des teuren Schwebebahn-Projekts, sicher nicht werden. Dafür zeichnet sich jetzt eine schnelle Lösung ab. Politiker von CSU und SPD glauben fest daran, dass es bereits im nächsten Jahr erste Verbesserungen geben wird.

    Konkret geht es dabei um folgende Idee: Auf der Trasse der S-Bahn-Linie 1 sollen Express-Züge den Airport in nur 25 Minuten erreichen. Bisher braucht die S-Bahn auf dieser Strecke 44 Minuten. Die Zeitersparnis von mehr als einer Viertelstunde soll dadurch erreicht werden, dass die Züge nur an zwei oder drei Bahnhöfen halten. Etwa in Laim, Moosach oder Feldmoching. Hinter den Kulissen führen die Betreibergesellschaft des Flughafens und das bayerische Wirtschaftsministerium offensichtlich rege Gespräche über diese schnelle Lösung. Das Wort Durchbruch wollen aber beide Seiten nicht in den Mund nehmen. "Natürlich unterhalten wir uns", sagt ein Sprecher des Flughafens. "Es ist alles denkbar."

    Dennoch gibt es deutliche Signale für die flotte S1-Verbindung zum Flughafen. "Es ist viel guter Wille da", heißt es aus informierten Kreisen. "Und wo ein guter Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg." Der neu gewählte SPD-Landtagsabgeordnete Paul Wengert wird da schon deutlicher. "Diese Lösung hätte man schon viel früher haben können, wenn sich die CSU dem nicht total verweigert hätte", sagt der frühere Augsburger OB. Man müsse sich schon wundern: Bisher sei immer davon die Rede gewesen, dass eine schnelle S-Bahn-Verbindung nur mit großen Investitionen und Baumaßnahmen realisierbar sei. "Und jetzt zeigt sich, dass es gar kein Problem ist." Nötig sind wohl nur einige Umbauten am Bahnsteig des Münchner Hauptbahnhofs.

    Von einer "enormen Verbesserung" für Reisende aus Schwaben und dem westlichen Oberbayern spricht der CSU-Verkehrsexperte Eberhard Rotter. Der Politiker aus dem Westallgäu hatte sich bereits kurz nach dem Scheitern des milliardenteuren Transrapids für eine Express-S-Bahn stark gemacht. Allerdings ist dies für ihn nur ein Zwischenschritt. Man müsse weiter darüber nachdenken, wie der Flughafen an den Regional- und Fernverkehr angebunden wird. Dann könnten ICEs am Airport halten und Regionalzüge - etwa aus Augsburg - direkt den Flughafen ansteuern.

    Flughafen-Chef Michael Kerkloh verhandelt indes offenbar auch über eine andere langfristige Variante. Ihm schwebe ein Express-Zug vor, der sich im Komfort deutlich von normalen S-Bahnen abhebe, heißt es. Dieser Shuttle könnte auch von einem privaten Betreiber bedient werden. "Die Privatbahnen haben natürlich Interesse an der Flughafen-Strecke, weil sie sichere Gewinne abwirft", sagt Eberhard Rotter. Welche langfristige Lösung letztlich verwirklicht wird, ist derzeit noch völlig offen. Die Stadt München favorisiert seit Langem eine Schnellbahn auf der Linie der S 8 über den Ostbahnhof. Weil man dafür aber teure Tunnel bauen müsste, ist auch diese Idee heftig umstritten.

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