Mit der Rückkehr des Wolfes kriechen auch die Ängste wieder aus dem Unterholz. All die Mythen eben, die dem Raubtier anhaften, die Geschichten, die man sich früher in finsteren Wirtshausstuben zuraunte. Es gibt wahrscheinlich kein Tier, das derart polarisiert wie eben der Wolf. Seit 2006 streift er wieder durch Bayern. Und die Gesellschaft, so scheint es, ist in zwei Lager gespalten: die einen wollen dem Wolf, der mehr als ein Jahrhundert lang aus den Wäldern des Freistaats verschwunden war, schützen – die anderen wollen ihm das Fell über die Ohren ziehen.
Natur